26.04.2012 Eine moderne Ampelanlage – oder: die Tücken der Technik

Die Ampel zeigt grün!

Die Ampel zeigt grün!

Nervös trommelt der Fahrer des Lieferwagens auf sein Lenkrad. Die Ampel am Ortsausgang in der Maßbornstraße Ecke Umgehungsstraße zeigt immer noch rot, obwohl weit und breit kein anderes Auto zu sehen ist. Er legt den Rückwärtsgang ein, fährt ein paar Meter zurück und dann wieder vor, noch einmal über die Induktionsschleife. Was der Fahrer nicht weiß: es nützt nichts, weil die Ampelanlage wieder einmal auf Zeitsteuerung eingestellt ist, und gar nicht auf Bedarfssteuerung.

Zu verdanken ist dieser Umstand der Tatsache, dass beim Bau der Ampelanlage ein paar Kabel nicht tief genug in die Erde gelegt wurden. Ein Unternehmen, das mit der Herstellung des Begleitgrüns beauftragt war, hatte dann versehentlich mit dem Bagger eben diese Kabel durchtrennt. Seither ist wieder Zeitsteuerung. Keine Bedarfssteuerung.

Nicht angenehm für Joachim Bielefeld von den Straßenverkehrsbehörden. “Mit Hochdruck arbeiten wir daran, dass die Ampel wieder korrekt programmiert wird”, meint er. Allerdings musste erst noch geklärt werden, wer für den Schaden überhaupt haften müsse.

Daher müssen die Harheimer noch ein wenig Geduld an und mit der Ampel haben. Irgendwann wird auch die modernste Technik wieder funktionieren. Wenigstens eine gewisse zeitlang.

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20.04.2012: Stadtteilbotschafter setzen Apfelbaum

Vor der Ernte ist schweißtreibende Arbeit angesagt.

Vor der Ernte ist schweißtreibende Arbeit angesagt.

Das dauert noch, bis die Ernte von dem Baum getrunken werden kann

Das dauert noch, bis die Ernte von dem Baum getrunken werden kann

“Was ist denn hier los” fragt erschrocken eine Frau, die gerade am Honigberg ihren Hund spazieren führt. Etwa fünfzehn junge Frauen und Männer heben mit Spass und Spaten ein Loch im Boden aus. Die ersten Schweißperlen treten auf die Stirn als Harheims Stadtteilbotschafterin  Annalena Krimmel schließlich einen Apfelbaum der Sorte Kaiser Wilhelm setzt. Aus dieser Sorte lässt sich besonders guter Apfelsaft herstellen. Und besonders guter Apfelsaft ist die Grundlage für den daraus folgenden besonders guten Apfelwein.

Als Stadtteilbotschafterin mit dem Projekt “Streuobstwiese – vergessener Reichtum” macht Annalena Krimmel mit der Unterstützung der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Werbung für ihren Heimatstadtteil Harheim. Und während andere Kids bei Computerspielen vor dem Monitor versauern, kümmert sie sich um Streuobstwiesen und um die Apfelbäume.

Nicht jeder Baum bekommt noch ein Gedicht von Goethe mit auf den Lebensweg. Dieser hier schon.

Heute sind auch die zwei Dutzend Stadtteilbotschafter aus den anderen Stadtteilen eingeladen, eine Rolle mitten im Projekt von Annalena Krimmel zu spielen und selbst bei der Baumpflanzung tätig zu werden. Und damit es keine trockene Angelegenheit wird, sorgt Petrus mit einem kurzen Regenguss einerseits aber auch die Stadtteilbotschafterin und ihre Unterstützer mit dem Ausschank von Apfelsaft und Apfelwein andererseits.

“Ob ich das noch erlebe, den ersten Apfel vom neugepflanzten Baum” fragt die Dame, an deren Leine der Hund zerrt, der weiter will. Annalena Krimmel beruhigt. So in vier bis fünf Jahren könnten die ersten Früchte geerntet werden. Ein bisschen Geduld muss man schon haben.

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09.04.2012 Dreihundert Ostereier gefunden

Dreihundert Ostereier sorgsam durchnummeriert

Dreihundert Ostereier sorgsam durchnummeriert

Ärger gab es erst am Ende bei der Frage, wer denn nun die Eierschalen der Ostereier vom Weg an der Sportanlage beseitigen müsse. Aber nach aufmunternden Worten waren die jungen Vorstandsmitglieder des Vereins “Jugend in Harheim e.V.” gerne bereit, mit dem Rechen in der Hand Ordnung zu schaffen.

Immerhin rund 300 Ostereier hatte der Osterhase aus dem gleichen Verein dort versteckt und drei Dutzend Kinder im osterhasenfähigen Alter zwischen 3 und 83 machten sich auf die Suche nach den bunt bemalten und mit einer Nummer versehenen Eiern. Wer fündig geworden ist, durfte nicht nur das Ei behalten sondern hatte auch noch die Aussicht auf einen der vielen Preise, die den Nummern zugelost wurden. Da liessen sich die jungen Oster-Fans auch nicht von dem kühlen und unfreundlichen Aprilwetter die Laune verderben und suchten die gesamte Sportanlage ab, bis auch das letzte Ei gefunden war.

Ist eben immer was los auf der Spielstraße!

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04.04.2012 Kein neuer Belag für den Niddauferweg

Fahrradsaison am Niddauferweg beginnt wieder

Fahrradsaison am Niddauferweg beginnt wieder

Ostern steht vor der Tür, viele freuen sich auf das schöne Wetter und auf einen ersten Ausflug mit dem Fahrrad entlang der Nidda. Da könnte man auch gleich einmal sehen, was aus dem versprochenen neuen Oberflächenbelag am Niddauferweg geworden ist. Der sollte doch nun asphaltiert sein.

Sollte. Die Erneuerung des Oberflächenbelages sollte zwar im ersten Quartal 2012 fertig sein, aufgrund der Regelungen der vorläufigen Haushaltsführung darf die Stadtentwässerung Frankfurt jedoch momenten “nur unaufschiebbare Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung” ausführen, und die Erneuerung eines Wegs gehört da nicht dazu.

Sobald der Haushalt durch die Stadtverordnetenversammlung verabschiedet und durch den hessischen Innenminister genehmigt ist, wird das Projekt weiter vorangetrieben. Vorgesehener Zeitraum jetzt: 4. Quartal 2012 bzw. 1. Quartal 2013.

Also schauen Sie besser Ostern 2013 noch einmal nach dem Weg.

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01.04.2012 Boris Rhein wird neuer Ortsvorsteher in Harheim

Gut beschirmt ist wichtig:
Der neue Ortsvorsteher von Harheim Boris Rhein

Boris Rhein(CDU) wird neuer Ortsvorsteher in Harheim. Nach einer Eilentscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs soll Rhein bei der Ortsbeiratssitzung am 16. April als Ortsvorsteher per Erlass eingesetzt werden und löst dabei Helmut Seuffert (Grüne) ab. Nach der verlorenen OB-Wahl in Frankfurt hatte die CDU-Fraktion in Harheim in einem Eilantrag gefordert, dass aufgrund des in Harheim überwältigenden Wahlergebnisses von 56,6% der Kandidat nach § 5 Abs. 13 HGO (Hessische Gemeindeordnung in der Fassung vom 25.2.1952) einer als “Black-Card-Paragraphen” benannten, aber in Hessen noch nie praktizierten Bestimmung zum Vorsteher des Ortsbeirates eingesetzt werden könne.

Diese Bestimmung wiege stärker, als der §1 Abs.3 der GO der Ortsbeiräte, wonach die Ortsbeiräte aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden wählen. “Diese Bestimmung im Hessischen Gemeinderecht dominiert über die Bestimmung in der Geschäftsordnung, damit muss auch der Ortsvorsteher nicht notwendigerweise aus dem Ortsbeirat selbst kommen, es kann auch ein externer Kandidat sein” erklärte der Sprecher des HVGH (Hessischer Verwaltungsgerichtshof). Entscheidend und ausreichend seien allein eine offensichtliche Beliebtheit unter der Bevölkerung und der Antrag der stärksten Fraktion im Ortsbeirat.

Der neue Ortsvorsteher indes war von der Entscheidung des HVGH vollkommen überrascht. Am nächsten Sitzungstermin befinde er sich im wohlverdienten und längst geplanten Urlaub. Ein Problem, das sich jedoch beheben liesse. So sei bereits eine große Leinwand und ein funktionierender Beamer bereitgestellt worden, damit Boris Rhein bei seiner ersten Sitzung per Videokonferenz zugeschaltet werden könne.

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