15.04.2019: T wie „Tummschwätzer“: Telekom-Drückerkolonne mit seltsamen Methoden in Harheim unterwegs?

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T wie …. ah…..“Trickbetrüger“?

So seltsam freundlich hatte man die Telekom ja noch nie erlebt. Da klingelt ein überaus freundlicher junger Mann an der Türe, wedelt kurz mit so etwas wie einem Ausweis der Telekom herum, aber weist sich natürlich durch die Jacke mit dem Magenta T deutlich als Telekommitarbeiter aus. Freudenstrahlend erzählt er, dass es den Technikern gelungen wäre, die Störung zu beseitigen und nun könne endlich richtig schnelles Internet genutzt werden. „Sie haben doch auch gemerkt, dass das Internet nicht richtig schnell war ….?“. Die Frage ist auf den ersten Blick nicht als rhetorischer Türöffner erkennbar. Natürlich läd sie dazu ein, mal so richtig über die miserable Leistung der Telekom zu schimpfen. Aber der freundliche Telekomnachrichtenüberbringer beruhigt sofort mit einem „jetzt geht das wieder, jetzt haben wir Glasfaser verlegt“ und ohne Atem zu holen fragt er zur Sicherheit nach der Telefonnummer und dem Geburtsdatum. Klar. Alle freundlichen Harheimer helfen da weiter. Dann möchte der freundliche Mann von der Telekom gerne einmal den Router sehen, weil der vielleicht auch ausgetauscht werden müsste. Das passt dem vom Besuch überraschten Telekom-Kunden aber gerade nicht wirklich. Er hat aus guten Gründen wenig Lust, einen wildfremden Menschen einmal durchs ganze Haus zu führen und es ist ihm lieber, andere Leute lassen die Finger von der hochsensiblen IT. Aber der Router ist ohnehin nicht von der Firma mit dem magenta T im Logo gemietet. Merkwürdig, dass der Telekomspezialist das nicht weiss. Aber er belässt es und kommt zum nächsten wichtigen Punkt der Ansprache: Natürlich will die freundliche Telekom die von der Störung betroffenen Kunden entschädigen. Da wären einmal volle sechzig Euro die auf der nächsten Rechnung gutgeschrieben werden. Und außerdem bietet die Telekom an, einmal kostenfrei den Stromvertrag zu überprüfen, weil wenn der Kunde zu EON zu wechseln bereit wäre, könnte er gleich noch mehrere Hundert Euros im Jahr sparen. Urplötzlich zieht ein eisiger Wind durch den Blickkontakt und bei dem bislang freundlichen Harheimer Telekomkunden entsteht ein fürchterlicher Verdacht. Vielleicht war die Story von dem kaputten Internet einfach erfunden um den Fuß in die Türe zu kriegen?

Telekom Jacke

T wie Türdrückerkolonne

Der Harheimer T-Kunde hakt noch einmal ein. Ob er das richtig verstanden habe, dass die Telekom jetzt gerade aktuell erst die Glasfaserkabel verlegt und angeschlossen hätte und vorher gar kein schnelles Internet möglich war. Der junge Mann mit dem T wie „Trickbetrüger“ auf der Jacke brummt ein bestätigendes „Hmm“. Zunehmend weniger kann sich der üblicherweise freundliche Harheimer Bürger gegen das Misstrauen erwehren, das ihm die Nervenstränge bis in die Schaltanlage seines Gehirns hochfrisst. Dann wäre das ja knallharter Betrug, weil er erst vor drei Jahren einen neuen Vertrag über schnelles Internet abgeschlossen hätte. Nun bittet das mit T wie „Türdrückerkolonne“ beschriftete Telekommännchen um Nachsicht, so habe er das nicht gesagt. Aber wenn der neue Stromvertrag nicht gewünscht sei, er hätte noch ein weiteres Entschädigungsangebot der Telekom, sie würde dem armen Kunden nämlich gerne die TV-Box für eine Zeitlang überlassen. Völlig kostenlos. Und erst nach Ablauf der Testzeit könne der Kunde entscheiden, ob er die Box zurückgibt oder diese fantastische Leistung weiter nutzen mag.

Nun hat der Harheimer aber genug Gesäusel gehört. Abgesehen davon hat er an diesem Tag noch eine Menge wichtiger Dinge zu erledigen, weswegen er in der Regel auch nicht Zeit zum Fernsehenglotzen hat, und er bittet den mit T wie „TV-Box-Verticker“ beschrifteten Magentamann freundlich seine weiteren Vorschläge sich irgendwo hin zu stecken aber vorher noch bitte das Privatgrundstück zu verlassen und zu versuchen, die öffentliche Straße zu erreichen, bevor Rocky, der Hund, ihn erwischt.

Daher, liebe Harheimer Mitbürgerinnen und Mitbürger: sparen Sie sich die Zeit, sich mit unbekannten Menschen zu unterhalten, die ein T wie „Tummschwätzer“ auf dem Rücken tragen und informieren sie ihre älteren Nachbarn, dass Menschen mit einer T-Jacke nicht immer nur gutes im Sinn haben.