17.11.2011 20 Jahre – Grüngürtel feiert Geburtstag

Happy Birthday - der Grüngürtel wird 20

Am 14. November 1991 hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main die GrünGürtel-Verfassung – einstimmig – beschlossen. Nicht alle Beschlüsse der Stadtverordneten sind derart weitblickend und haben langfristig und nachhaltig Auswirkungen dieser Größe. Der rund 8000 Hektar große Grüngürtel der Stadt Frankfurt ist fast allen Frankfurtern bekannt und wird von vielen Frankfurtern genutzt. Im Vergleich mit anderen Großstädten wie Shanghai, Berlin oder New York hat Frankfurt eine viel größere Grünfläche unter Schutz gestellt und vor Bebauung geschützt.

Dass die Sicherung der Grünfläche nicht völlig konfliktfrei abgelaufen ist, daran erinnerten in einer Feierstunde im Kaisersaal Bürgermeisterin Jutta Ebeling und Umweltdezernentin Manuela Rottmann. Nicht jeder Frankfurter Grundstückseigentümer war erfreut über die Einschränkung hinsichtlich seines Eigentums, sofern es im Grüngürtel lag.

„Der GrünGürtel ist Lebensraum für Pflanzen und Tiere …. Im Grüngürtel entwickelt sich die Natur. Hier wird sie geschützt und gepflegt.“ Soweit die 20 Jahre alte Grüngürtelsatzung. Der Ausblick auf die zukünftige Gestaltung des Grüngürtels, angerissen durch den Stadtplaner Prof. Dr. Friedrich von Borries, war durchaus visionär,  konnte dennoch einen leichten Widerspruch zur Satzung nicht verdecken: Über die Überlassung des Grünraums für Pflanzen und Tiere machen sich sehr wohl auch die Menschen Gedanken, wie die offenbar brach liegende und nicht genutzte Grünfläche zum Erlebnispark entwickelt werden kann. Vielleicht wirft es sogar einen Wahrnehmungskonflikt innerhalb der Frankfurter Bevölkerung selbst auf: Während der Grüngürtel für die Bewohner der Innenstadt willkommener Erlebnis- und Erholungspark ist, der mit Attraktionen weiter aufgewertet werden kann, sehen die Bewohner der am Grüngürtel liegenden Stadtteile eher mit Skepsis auf den Strom der Grüngürteltouristen, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Landschaftspflege auch mit viel Aufwand verbunden ist, den Besucher nicht wahrnehmen.

Dass es auch hierbei zu Konflikten kommen kann, zeigt die einen Tag später vom Wirtschaftsdezernent Markus Frank und dem Ortslandwirt aus Niedererlenbach, Matthias Mehl, angebrachte Informationstafel in Nieder-Erlenbach, die Spaziergänger darauf aufmerksam macht, dass die Landwirtschaft diese Wirtschaftswege mit Traktoren befahren muss und sie eben nicht für Spaziergänger, Hundehalter, Jogger und Fahrradfahrer angelegt worden sind.

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