08.06.2012 Grüne wollen Altkönigblick für den Straßenverkehr sperren

Spielstraße – verkehrsberuhigte Zone. Natürlich müssen sich auch die Autofahrer dran halten.

Idylle im Neubaugebiet, ruhige Wohnlage garantiert. So könnte man meinen. Tatsächlich sorgen zu schnell fahrende Autos im Altkönigblick für verärgerte Anwohner. „Seitdem das Neubaugebiet fertiggestellt ist und der Altkönigblick eine Kinderspielstraße ist, wird hier auch durch Anwohner nicht in Schrittgeschwindigkeit, sondern oft in stark überhöhter Geschwindigkeit gefahren. Was nicht im Sinne einer Idee einer Spielstraße ist.“ beschwert sich ein Anwohner, und er liefert auch gleich einen Vorschlag: „Um eine bessere Sicherheit der Kinder zu gewährleisten, sollte man die Straße so umgestalten, dass man erst gar nicht aufs Gaspedal treten kann.“

Wie das allerdings konkret geschehen kann – und zwar ohne wiederum genau die zu gefährden, die man ja eigentlich schützen will – ist noch nicht so ganz klar, da viele Umgestaltungen nicht nur Vorteile mit sich bringen. Fahrbahnschwellen können zwar Autos wirksam bremsen, andererseits gefährden sie alle Radfahrer, die nicht so ganz sicher auf ihrem Fahrrad unterwegs sind – also die Kinder und ältere Verkehrsteilnehmer.

Bauliche Verengungen in Form einer Schlangenlinie können den Verkehr ebenfalls bremsen. Andererseits führen diese Engstellen zur Unübersichtlichkeit der Fahrbahn. Und besonders Radfahrer können ein Lied davon singen, wie oft sie vor Engstellen von Kraftfahrzeugen ausgebremst werden. Immerhin berücksichtigt werden muss auch, dass alle baulichen Maßnahmen – also Umgestaltung des Fahrbahnverlaufs – häufig mit ganz erheblichen Kosten verbunden sind. Bevor also fünf oder gar sechsstellige Summen in Straßenbau versenkt werden, muss sichergestellt sein, dass tatsächlich erreicht wird, was beabsichtigt ist.

Den sicherlich weitgehendsten Vorschlag haben die Grünen in Harheim erwähnt. In einer Anfrage an den Magistrat wollen sie wissen, ob der Altkönigblick auch für den Fahrzeugverkehr völlig gesperrt werden kann. Die Brachiallösung hat sicher einen großen Vorteil: Die Kinder haben die Straße dann sicher für sich. Fraglich ist nur, ob die Anwohner so viel Sicherheit für ihre Kinder wirklich wollen.

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