22.08.2012 Massive Beschwerden bei TraffiQ und Veolia

Ersatzverkehr

So voll war der Clubraum im Bürgerhaus schon lange nicht mehr. Die Klimaanlage war bei den heissen Temperaturen völlig überlastet. Zusätzlich angeheizt jedoch auch durch das Thema. Der Ortsbeirat hatte Vertreter von TraffiQ und Veolia eingeladen, die Beschwerden der Bürger hinsichtlich der Busse und Bahnen einmal live kennenzulernen. Sicher keine einfache Aufgabe für Kirsten Anlauf von TraffiQ und Frank Silzer von Veolia. Ein Grund für den zornigen Frust der Kunden der Verkehrsbetriebe wurde gleich zu Anfang benannt: Im Umgang mit den Beschwerden bei Anrufen oder Mails fühlten sich nur die wenigsten der Kunden wirklich ernst genommen. Keine Reaktion bei Beschwerden am Telefon oder nichtssagende Antworten – dies wurde mehr als einmal genannt.

Sicherlich trägt die Lage am Stadtrand zu den Problemen bei. Im Unterschied zur Innenstadt können Kunden, die auf den Bus warten, eben nicht einfach eine Alternative finden, sollte das Fahrzeug oder der Fahrer wegen technischer oder menschlicher Probleme ausfallen. Da hilft nur die schnelle Entscheidung ob man besser auf den nächsten Bus und dann die nächste S6 wartet, oder eben versucht, mit einem Sprint die 800 Meter bis zum Berkersheimer Bahnhof  in Rekordzeit zu schaffen um die S6 noch zu erreichen.

Schnell wurde dabei auch deutlich, dass eine Verdichtung des Takts der Busse aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich ist, konkret: zu wenig Fahrgäste. Dabei beisst sich auch hier die Schlange in den Schwanz. Die Kunden des öffentlichen Nahverkehrs zahlen immerhin in Harheim denselben (teueren) Tarif für ein Ticket, gehen aber ein ungleich höheres Risiko ein, an der Leistung gar nicht teilhaben zu können. Verständlich, wenn dann der eine oder andere sich doch wieder ins Auto setzt.

Für viel Verdruß sorgen zudem die vielfältigen Berichte über Busfahrer mit Handy am Ohr oder mit Essen am Lenkrad. Wiederholt wies Kirsten Anlauf darauf hin, der TraffiQ in solchen Fällen Datum, Uhrzeit, Linie und Busnummer zu nennen. Der Aufschlag wurde allerdings elegant retourniert: „Haben wir schon häufiger gemacht, sogar fotografiert haben wir die Fahrer schon. Trotzdem ändert sich nichts“.

Ohne greifbares Ergebnis wurde die Diskussion nach zwei Stunden beendet. Eine Anfrage mit einer Reihe von Fragen zu den Problemen wurde im Ortsbeirat beschlossen und dem Magistrat zur Beantwortung weitergeleitet. Mal sehen, ob das weiterhilft.

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