12.03.13 Kinderzentrum übernimmt Schulerweiterungsfläche

Was einfach scheint kann doch sehr schwierig sein.

Was einfach scheint kann doch sehr schwierig sein.

Naturnahe Freizeitbeschäftigung. Spielen im Freien und in der Natur. Welche Kinder können das noch in einer Großstadt wie Frankfurt. Im Stadtteil Harheim ist das möglich. Dietmar Gutjahr vom Kinderzentrum in den Schafgärten stellte im Ortsbeirat sein Konzept vor, was er dort zusammen mit den Hortkindern und den Kindern der Nachmittagsbetreuung ermöglichen will. Selbst Bienenstöcke sollen aufgestellt werden, die Bienen beobachtet, gepflegt und der Honig Marke Kinderzentrum geschleudert werden. Geld von der Stadt dafür? Braucht Gutjahr nicht. „Wir machen alles mit den Kindern selbst“. Trotzdem, der Verein Umweltlernen wird das Ganze auch finanziell unterstützen.

Lediglich ein Zaun fehlt noch. Zum Leidwesen von Gutjahr hat das Stadtschulamt darauf bestanden, dass ein etwa meterhoher Zaun absichern soll, dass nicht versehentlich Kinder in den Eschbach rutschen. Ist der Zaun da, kanns losgehen.

Fast alle Ortsbeiräte und Zuhörer waren interessiert und begeistert. Fast alle. Nur der Stadtverordnete Quirin wie auch seine Ortsbeiratskollegen der CDU-Fraktion waren tief verärgert. Quirin zitierte aus einem CDU-Antrag aus dem Jahre 2009, der auf dem Schulerweiterungsgelände die Einrichtung eines Sportfeldes verlangte.

Das war ursprünglich angedacht, da der Erweiterungsbau auf die Fläche gebaut wurde, die zuvor jahrelang als Sportfeld gelegentlich genutzt wurde. Erst mit Abschluss des Erweiterungsbaus wurde noch eine Laufbahn und Sprunggrube eingerichtet, um die Sportmöglichkeiten für den Bedarf einer Grundschule anzubieten. Die Forderung der CDU war damit nicht mehr so ganz taufrisch. Jedenfalls aber mindestens von der Schule nicht mehr gewollt.

Die zahlreichen Zuhörer waren dabei mehr als irritiert. Anstelle den Leiter des Kinderzentrums und dessen wunderbaren Ideen mit einem klaren Votum zu unterstützen, verloren sich die Ortsbeiräte in der Diskussion, wer denn eigentlich bestimmen dürfe, was auf Schulgelände passiert und weshalb die Ortsbeiräte zu den Besprechungen zwischen Schule und Kinderzentrum nicht hinzugezogen werden.

Dabei hätte ein Griff ins Archiv die Diskussion beenden können. Am 14. Mai 2012 beantragte die CDU-Fraktion im Ortsbeirat selbst, dass der Magistrat die gesamte Schulerweiterungsfläche als Erweiterung des Schulgeländes herrichten und die Gestaltung mit der Grundschule und dem Kinderzentrum abgestimmt werden soll. Genau das hat der Magistrat auch so gemacht. 100% Ziel erreicht. Aber anstelle glücklich darüber zu sein, dass der eigene Antrag so erfolgreich war, verheimlichten die CDU Ortsbeiräte diesen Antrag. Oder aber, sie haben ihn schlicht vergessen. Wie peinlich! Warum eigentlich?

Schade, sehr schade. Anstelle Sand ins Getriebe zu werfen, wäre mit einem bisschen gutem Willen und einer lobenden Anerkennung für das Kinderzentrum und den Kindern viel mehr herausgekommen.

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