27.09.2013 Die Quadratur des Kreisels in Harheim-Süd

Harheim-Süd: Da lang ?

Harheim-Süd: Da lang ?

Eigentlich ein Routinevorgang. Das Amt für Straßenbau und Erschließung stellt im Ortsbeirat die Planung für den Kreisel bei Harheim-Süd vor. Der Magistrat hat zu Bau und Finanzierung bereits zugestimmt. Nur noch die Zustimmung des Ortsbeirats fehlt.

Die Ortsbeiräte schauen sich die geplante Bushaltestelle am Kreisel an und runzeln die Stirn. Da der Bus 28 nach Bonames an der Haltestelle keine eigene Haltespur hat,

..oder besser dort lang....

..oder besser dort lang?

befürchten einige Vertreter des Stadtteils Staus hinter dem Bus. Könnte da nicht auch eine Bus-Spur angelegt werden? Nein, sagt Hubert Geier, der Vertreter des Amtes, dafür ist klein Platz. Dazu hätte man ein paar Quadratmeter Fläche erwerben müssen, aber der Eigentümer hätte sich geweigert.

Aber noch viel mehr wundern die Ortsbeiräte sich, dass es keinen Zebrastreifen auf die andere Seite der Straße gibt. Für die Schulkinder, die morgens zum Bus wollen, ist zwar eine sogenannte Querungshilfe eingerichtet, also ein Fahrbahnteiler kurz vor dem Kreisel, aber eben kein Zebrastreifen, der die Kfz-Benutzer zum Halten zwingen würde.  „Ginge auch gar nicht“, erklärt der Vertreter des Straßenbauamtes. „Der Kreisel ist ausserhalb der Wohnbebauungsgrenze. Da dürfen entsprechend den Vorschriften keine Zebrastreifen sein“.

Vielleicht könne man das Ortsschild vor den Kreisel versetzen, damit dieser innerhalb der Wohnbebauung liege, um den Vorschriften Genüge zu tun, wird vorgeschlagen. Gute Idee, aber das Verkehrsdezernat wird später einwenden, dass ein Zebrastreifen immer mit Beleuchtung geplant werden muss. Dazu müsste eine neue Bau- und Finanzierungsvorlage erstellt werden und der Magistrat müsse erneut zustimmen. Da sich aber dann alles verschiebt, ist unklar, ob die finanziellen Mitteln überhaupt noch bereitstehen. „Damit bin ich aber nicht zufrieden, irgendwie müssen die Kinder sicher auf die andere Straßenseite zum Bus kommen“, betont auch die Kinderbeauftragte. Klar, das wollen alle. Aber wie?

Zurück in den Ortsbeirat. Schließlich schlägt eine Fraktion vor, die Buslinie anders zu führen. Der Bus solle am Kreisel in die Spitzenstraße geführt werden. Dort könne man eine Haltestelle einrichten und von hier aus setzt der Bus seine Linie in der Korffstraße fort. Ganz neu ist dieser Vorschlag nicht. Die gleiche Fraktion hatte diese Linienführung im Jahr 2011 schon einmal beantragt. Sie war aber abgelehnt worden, da die Haltestelle „Spitzenstraße“ direkt vor dem Friedhof für viel Geld verlagert werden müsste, die Friedhofsbesucher einen längeren Weg hätten, und zudem die Anwohner in der Spitzenstraße von vermeidbarem Lärm belastet würden. An die Ablehnung konnte sich die Fraktion gar nicht mehr erinnern und schlug sogleich vor, das erneut zu beantragen. Aber da sind sich nun schon gar nicht mehr alle Fraktionen einig. „Das wird dazu führen, dass wütende Anlieger der Spitzenstraße in den Ortsbeirat kommen, da die keine Haltestelle vor ihrer Tür haben wollen….“. Ein Fazit? Wenn es eines gäbe, dann dieses: Die Ortsbeiräte sind sich einig, dass sie den Kreisel haben wollen. Aber nicht so.

„Gar nicht gut“ befindet das Verkehrsdezernat später. „Dann stellen wir die Sache erst einmal zurück“. Das aber wollen die Ortsbeiräte wiederum nicht, da ja – wie schon erklärt – die Gefahr besteht, dass die Gelder gestrichen werden könnten.

Also, eigentlich ein Routinevorgang. Das Amt für Straßenbau und Erschließung stellt im Ortsbeirat die Planung …..

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