16.12.2013 Telekom schaffts nicht. Immer noch kein Telefon und Internet in Harheim-Süd:

Telekom - da kriegen Sie vielleicht. Geholfen?

Telekom – da kriegen Sie vielleicht. Geholfen?

„Und hier der Preisträger der silbernen Zitrone für die schlechteste technische Leistung des Jahres 2013… die Telekom“. So könnte man sich die Veranstaltung vorstellen im Bürgerhaus Harheim und ein eleganter René Obermann nimmt die Ehrung entgegen und verspricht in der kurzen Dankesrede, dass die Bewohner in Harheim-Süd nun auch wirklich – fest versprochen – spätestens bis zum Mai einen funktionierenden Telefonanschluss und sogar schnelles Internet bekommen werden. Allerdings bis Mai 2018.

Stoff genug für eine Satiresendung, die Wahrheit ist allerdings bitter. Im April 2013 sind die ersten Bewohner in Harheim-Süd eingezogen. Einige davon hatten schon frühzeitig bei der Deutschen Telekom einen Telefonanschluss und natürlich auch Internet beantragt. „Frühzeitig“, so dachten sie jedenfalls. Die Telekom versprach auf Nachfrage dann den Anschluss für Mai, dann für Juni, dann für Juli, dann für September, dann für Oktober und zuletzt für Dezember. Von den aktuell gängigen Kommunikationsmitteln fast völlig abgehängten Bewohnern wurde dann aber schließlich eröffnet, dass die Deutsche Telekom sich technisch nicht in der Lage sieht, mehr als ein analoges Telefon anzuschliessen. Also kein DSL und kein schnelles Internet. Gute alte DDR-Zeiten lassen da grüssen.

Während also in Borneo oder in Kamerun teilweise schon im Dschungel WLAN zur Verfügung steht, gibt es Stadtteile in der selbst ernannten Internethauptstadt Deuschlands, deren Bewohner vermutlich bald wieder das Modem aus dem Elektroschrott rausfischen werden, wenn sie mal eine eMail versenden wollen.

Und was meint der Magistrat der Stadt Frankfurt dazu? Offenbar gar nichts. Ein Antrag des Ortsbeirates Harheim vom August ist noch (immer) nicht beantwortet. Auf einen Antrag aus dem Jahr 2011 antwortete der Magistrat, dass die Internet-Versorgung in Frankfurt als gut bezeichnet werden könne, am besten gewährleistet sei sie im Innenstadtbereich, während die Bandbreiten zu den Stadtrandbereichen hin abnimmt. Insofern hat der Magistrat die Entwicklung in Harheim-Süd korrekt vorausgesehen, aber andererseits nichts dafür getan, die Situation im neuen Baugebiet zu verbessern.

Den armen Harheimer Neubürgern kann man daher nur raten, entweder Facebook-, eMail- und Internetabstinent zu leben, oder eben zum Mitbewerb Unitymedia zu wechseln. Die scheinen mit ihrer Technik jedenfalls weiter zu sein.

Vielleicht könnte man zusätzlich überlegen, ob in der Harheimer Verwaltungsstelle nicht ein Internet-Café mit frei zugänglichem WLAN eingerichtet werden könnte. Bis zum Jahr 2018 ist es ja schließlich noch lange hin.

 

 

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