22.01.2014 Bus 29: Schüler müssen draussen bleiben

sicherer Busverkehr?

sicherer Busverkehr?

Mittwoch morgen in der Otto-Hahn-Schule. Die Schulleiterin ärgert sich über Schülerinnen und Schüler, die mit deutlicher Verspätung kommen und kann nicht glauben, was ihr diesmal als Ausrede aufgetischt wird: „Der Bus ist einfach an uns vorbeigefahren und hat uns nicht mitgenommen“. Eine Schülerin bemüht Taxiunternehmen Papa, um zur Schule zu kommen. Glück gehabt.

Streik? Panne? Ein Ausnahmefall? Eher nicht. Seit der Umstellung auf den neuen Fahrplan hat die Traffiq einen von zwei Bussen der Linie 29, die extra für den Schülerverkehr zur Otto-Hahn-Schule eingerichtet wurden, einfach gestrichen. Jetzt ist der Bus offenbar manchmal schon nach wenigen Haltestationen überfüllt, und Fahrgäste mit bezahltem Ticket können leider nicht mehr mitfahren. „Überbucht“ heisst das in der Fachsprache, und ist hauptsächlich aus dem Flugverkehr bekannt.

Die Traffiq scheint das nicht weiter zu stören. Schliesslich haben die Schüler ohnehin fast alle die Clever-Card. Das Geld ist also schon in Traffiqs Kasse. Da kann man die Buslinie problemlos einschränken.  Es sind ja schließlich nur Schüler, die können immer noch per Elterntaxi in die Schule kommen.

Vermutlich die sicherere Variante. Vor wenigen Wochen ist eine Schülerin, die keinen Sitzplatz mehr bekommen konnte, bei einer Bremsung in eine Scheibe gefallen und hatte sich verletzt.

Irgendwie schade, das Schülerinnen und Schüler keine richtige Lobby haben.

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