08.02.2014 274 Unterschriften für den Erhalt der Birnbäume in der Philipp-Schnell-Strasse

Baum oder nicht Baum, das ist hier die Frage

Baum oder nicht Baum, das ist hier die Frage

So viel Zuneigung hatten die Felsenbirnen in der Philipp-Schnell-Straße vermutlich selbst nie vermutet. Oft genug kritisiert wegen dem Matsch, den die Früchte im Herbst auf dem Gehweg anrichten, oft genug mitleidig verspottet wegen dem kümmerlichen Wuchs. Schon lange war bekannt, dass der Standort für diese Baumart nicht günstig ist und die wenigen Quadratmeter Boden zu wenig. Mehrfach schon sagte das Grünflächenamt in den letzten Jahren zu, die abgängigen Bäume sukzessive zu ersetzen. Immer wieder fehlte dann doch wieder das notwendige Kleingeld im Etat.

Nun sollte aber doch noch einmal Anlauf genommen werden. Im Dezember 2012 stellte das Grünflächenamt öffentlich im Ortsbeirat vor, dass die Bäume durch eine Ahornart ersetzt werden, und die Pflanzfläche, die sogenannten Baumscheiben, vergrößert werden sollen. Und da die Sanierung der Straßenoberfläche fällig war, bot das Amt für Straßenbau an, in Abstimmung mit dem Grünflächenamt Straßensanierung und Neubepflanzung gleichzeitig durchzuführen.

Erst jetzt regte sich Widerstand. Angefeuert durch eine Diskussion über ein einseitiges Halteverbot in der Philipp-Schnell-Straße wurden dem Ortsbeirat nun 274 Unterschriften vorgelegt. „Wir wollen keinen Neubau der Bauminseln und Neubepflanzung mit bis zu 10 Meter hohen Bäumen in der Philipp-Schnell-Straße“ lautet die Forderung.

Ein konstruktiver Vorschlag, wie stattdessen die Philipp-Schnell-Straße tatsächlich aussehen soll, ist dagegen nicht geäussert worden. Was zusammen mit den Diskussionen in den vergangenen Wochen vermuten lässt, dass über den Erhalt des Status Quo hinaus völlig unterschiedliche Meinungen aufeinanderprallen.

Verkompliziert wird der Meinungsbildungsprozess zudem, da die Unterzeichner mehrheitlich gar keine Anwohner der Philipp-Schnell-Straße sind. Nach dem Willen der Initiatorinnen sollten doch auch Bürger aus Bad Vilbel, Friedberg, Bad Homburg, Langen, Glauburg, Hirzenhain oder Schotten mindestens ebensosehr über die Bäume in der Philipp-Schnell-Straße abstimmen dürfen, wie die Ortsbeiräte des Stadtteils.

 

 

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Eine Antwort zu 08.02.2014 274 Unterschriften für den Erhalt der Birnbäume in der Philipp-Schnell-Strasse

  1. dimmer schreibt:

    Eine Vergrößerung der Bauminseln und Begrünung dieser Straße ist sicher sinnvoll. Allerdings wohin sollen die ganzen Autos ? Man sollte mal realistisch sein. Harheim resp. Frankfurt resp der damalige Wetteraukreis hat da einfach Mist gebaut in den 50er/60ern und zu wenig Garagen, Grundstückparkplätze verpflichtend vorgesehen. Ich selber lebe hier auch in einem 6 Parteienmietshaus und auf dem Bebauungsplan des Landkreis „WETTERAU“ (dazu gehörte Harheim damals) ist zu lesen: Es sind genügend Parkplätze (für jede Wohnung einen) auf den Grundstücken zu schaffen. Naja ! bei uns und allen Mietshäusern und 2-4 Familienhäusern hiier rings um ist das nicht so. Alle müssen auf der Straße parken. Insofern: Welchen Sinn macht es nun den Parkraum auf den Straßen zu verringern und Bürger so zu schikanieren ? Keinen. Also lasst es wie es ist und BÄUME kann man auch an der Nidda oder im Neubaugebiet oder an den Grünflächen pflanzen bzw. am Ortstrand oder an den Verbindunsgwegen nach Nieder Eschbach, Bonames, Berkersheim, Massenheim…Hier fehlt eh eine Parkanlage bzw ein Wald zum Spaziergehen….Grün ist gut und schön aber bitte sinnvoll und an der richtigen Stelle wo es nicht stört

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