12.12.2014: Schluss mit Jugend – Container werden verschrottet

Die Container für Jugendliche sind weg. Jetzt kann hier wieder geparkt werden.

Die Container für Jugendliche sind weg. Jetzt kann hier wieder geparkt werden.

Kurzer Prozess mit einer guten Idee: Die Container, die der Verein JIH (Jugend in Harheim) an der Riedhalsstraße aufstellen wollte und dort offene Jugendarbeit anbieten, wurden per Kran auf Schwertransporter aufgeladen und zur Verschrottung gebracht. Zu aufwändig und zu teuer wäre die Sanierung der seit fast zwei Jahren auf dem Parkplatz vor der TV Turnhalle zwischengelagerten Räume gekommen. Besonders bitter für die Initiatoren, die in dieser Zeit immer wieder hohe Hürden mühevoll bewältigen mussten. Erst gab es Probleme mit dem passenden Standort,  dann wurde lange die dringend benötigte Baugenehmigung versagt. Noch im Mai wurden zuversichtlich mit der Unterstützung der Kerbeburschen die Fundamente gesetzt und die Zielgerade lag vor Augen. Vom Optimismus blieb nun allerdings nach einer Begutachtung der in die Jahre gekommenen Container nicht mehr viel übrig.

„Es hat natürlich auch daran gelegen, dass die Unterstützung der Harheimer ausgeblieben ist…“ stöhnen ehemalige Aktive im kleinen Verein. Tatsächlich war der Standort immer wieder kritisiert worden, genauso oft wurde überhaupt in Frage gestellt, ob Harheimer Jugendliche eine offene Jugendarbeit angesichts des dichten Angebots der Vereine denn bräuchten und ob die Container nicht erst problematische Jugendliche aus anderen Stadtteilen geradezu anziehen würden.

Nun sind die Container weg  und alles bleibt beim Alten: Harheim und Berkersheim bleiben die einzigen der 43 Stadtteile Frankfurts, in denen Jugendliche keinen Raum haben, sich einmal auch ohne das Trainings- oder Übungsprogramm eines Vereins zu treffen. Das Angebot der Vereine für Jugendliche kann dabei immer nur einem Teil der Heranwachsenden entsprechen. Daher darf es auch nicht überraschen, wenn sich Kinder, Jugendliche und Noch-Jugendliche unter freiem Himmel an der Spielstraße, am Kapellchen oder an anderen romantischen Orten im Stadtteil treffen, um sich über Eltern, Schule, Gott und die Welt auszutauschen.

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