14.12.2014: Drunter durch oder oben drüber? Der Berkersheimer Bahnhof macht Probleme

Der Berkersheimer Bahnhof macht mal wieder Schwierigkeiten

Der Berkersheimer Bahnhof macht mal wieder Schwierigkeiten

Wann es nun wirklich los geht mit dem vier-gleisigen Ausbau der S-Bahnlinie, das weiß niemand so ganz genau. Sicher ist nur: er soll kommen. Lange Zeit hatte man darüber gestritten, wie gross denn am Berkersheimer Bahnhof die Unterführung für die Fussgänger, Radfahrer und anderen Verkehrsteilnehmer werden müsse. Die Alternative einer Brücke über die vier Gleise wurde schon vor etwa sechs Jahren endgültig verworfen.

Jetzt ist überraschend jedoch alles anders. Bei aktuellen Untersuchungen haben die Ingenieure der Bahn herausgefunden, dass massive Probleme mit dem Grundwasser den Bau einer Unterführung sehr viel aufwändiger und teuerer werden lassen würde. Mehrkosten, die zum größten Teil von der Stadt Frankfurt übernommen werden müssten. Manche Berkersheimer haben das übrigens schon vor 15 Jahren gewusst, dass das Grundwasser beim Bau einer Unterführung Probleme machen würde.  Der Hinweis wurde nur nicht ernst genommen.

Also haben die Ingenieure – zeitgleich mit der Beerdigung der Pläne für die Unterführung –  wieder die alte Idee einer Überführung ausgegraben. Die Omega-Brücke – selbst wenn darüber auch Traktoren mit Anhänger fahren – würde nur etwa 8 Millionen Euro kosten – gegenüber 30 Millionen oder gar 40 Millionen für die Unterführung. Zuzüglich natürlich die Kosten für eine weitere Fussgängerrampe mit Aufzug und Treppe. Denn irgendwie müssen ja auch die S-Bahn-Passagiere in die Bahn einsteigen können.

Das Problem des Grunderwerbs und der Eingriff in den Grüngürtel – Gründe weswegen die Überführung verworfen worden war – spielen nun überraschend keine Rolle mehr. Der Eingriff in den Grüngürtel sei nur marginal. Und das Problem mit traktorfahrenden Bauern, die von der einen auf die andere Seite fahren wollen, wird sich auch noch irgendwie lösen lassen.

Aus Harheimer Sicht gibt es dennoch offene Fragen. Da die Bus-Warteschleife für den Minibus wegen der neuen Gleise verlegt werden muss, hätten Fahrgäste zukünftig beim Umsteigen in die S-Bahn bei einer Unterführung rund 100 Meter Fussweg zurücklegen müssen. Wenn diese Fahrgäste aber erst noch entlang der Gleise auf eine kinderwagenfreundliche Rampe müssen, um zum Abfahrtsgleis der S-Bahn zu kommen, wird dieser Fußweg erheblich länger werden. Dann könnten allein fürs Umsteigen fünf Minuten benötigt werden. Wenn dann die S-Bahn tatsächlich acht Minuten weniger Fahrtzeit bis zum Hauptbahnhof braucht, bleiben netto immer noch drei Minuten Ersparnis. Aber zu welchem Preis?

Vertreter der Deutschen Bahn werden diese und andere Fragen in der ersten Ortsbeiratssitzung am 12. Januar 2015 sicher gerne beantworten.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s