27.03.2015: Damit Jugendliche nicht kriminell werden: Haus des Jugendrechts im Mertonviertel eingeweiht

Hier wird Jugendkriminalität bekämpft

Hier wird Jugendkriminalität bekämpft

Vor einer Woche noch war es das Ziel eines Brandanschlags: Das zweite Haus des Jugendrechts in Frankfurt. Neben der ersten Einrichtung dieser Art in Höchst hat nun auch der Frankfurter Norden ein solches Haus, in dem Justiz, Polizei und freie Träger gemeinsam daran arbeiten, jugendlichen Tätern einen Ausweg aus der Kriminalität zu ermöglichen und soweit möglich präventiv daran arbeiten, dass Jugendliche gar nicht erst kriminell werden. Diese Einrichtungen versuchen über einen Täter-Opfer-Ausgleich den Tätern die Folgen ihres Handelns vor Augen zu führen und zu ermöglichen, dass mit Zustimmung der Opfer ein Strafverfahren eingestellt werden kann.

Für Frankfurt, auch für den Frankfurter Norden mit den Problembezirken Frankfurter Berg und Bügel sicherlich ein interessantes Angebot. Fraglich bleibt dennoch, ob ausgerechnet das Mertonviertel als Standort wirklich geeignet ist. Nimmt man die Intentionen ernst, darunter auch, dass man nahe an der Zielgruppe sein möchte, hätten sich für den Frankfurter Norden sicherlich andere Standorte eher aufgedrängt, als ausgerechnet das wesentlich durch Gewerbeimmobilien einerseits und durch eine sozial besser gestellte Wohnbevölkerung andererseits gesegnete Mertonviertel. Zusätzlich wachsen die Bedenken, da ja auch das Sozialrathaus am Bügel und das 15. Polizeirevier am Wickenweg im Mertonviertel einen neuen Standort erhalten sollen.

Sicherlich sind diese Einrichtungen nur in ca. 3000 Meter Luftlinie von Ortskern Bonames. Um sie allerdings zu erreichen werden viele Familien den auch auf Kurzstrecke immer noch teueren RMV in Anspruch nehmen müssen. Da könnten 10 € für eine Fahrt ins Sozialrathaus oder zum Haus des Jugendrechts schnell ein Problem werden.

Die Stadtregierung indes sieht das weniger problembehaftet an. Angeblich sollen mit der Verlagerung des Sozialrathauses rund 500.000 € pro Jahr eingespart werden. Da würde es sicher helfen, der Zielgruppe die Fahrtkosten aus der Einsparung zu ersetzen.

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