19.05.2015: Niederfeld: Raserstrecke oder Wohnstrasse ? Anwohner diskutieren.

Der Gehweg ist zum Parken da. Platz frei für die PKW auf der Straße.

Der Gehweg ist zum Parken da. Platz frei für die PKW auf der Straße.

Bis zum letzten Platz gefüllt ist der kleine Clubraum im Bürgerhaus, als Ortsvorsteher Helmut Seuffert die Bürgerfragestunde eröffnet und die vielen Anwohner vom Niederfeld mal richtig Dampf ablassen. „Der Verkehr hat extrem zugenommen“ und „Besonders die LKW fahren viel zu schnell durch die lange gerade Straße“ hört man oft. „Wann kommt dort ein Zebrastreifen, damit die Kinder sicher über die Straße kommen“ und „…könnten wir dort nicht eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 10 km/h einführen“ sind andere, einzelne Vorschläge.

Dann meldet sich der Ortsvorsteher zu Wort. Er berichtet von einer Dauermessung des Straßenverkehrsamtes über sieben Tage. Berichtet von den Ergebnissen, davon, dass dort im Durchschnitt 30 Fahrzeuge pro Stunde fahren, also alle zwei Minuten eines. Dass die Übertreterquote nach den Messungen bei 5,3% liege, ein für Frankfurt sensationell niedriger Wert. Und davon, dass durchschnittlich 37 LKW am Tag dort fahren, und dass die schnellsten Verkehrsteilnehmer dort gerade nicht im LKW und im Transporter sitzen, sondern im PKW. Berichtet aber auch, dass die auf dem Gehweg parkenden Fahrzeuge dem fahrenden Verkehr erst die Straße breit und frei machen. Gerade das Parken auf der Straße, so wie es auch die Straßenverkehrsordnung vorschreibt, sei die einfachste und am schnellsten umsetzbare Verkehrsberuhigungsmaßnahme, die alle Anwohner sofort umsetzen könnten. Dabei würden sie sogar die Sicherheit der Kinder erhöhen, die dann nämlich auf dem frei gewordenen Gehweg laufen, spielen und radfahren können.

Worte, die nicht jedem der gekommenen Anwohner gefallen. „Wenn auf beiden Seiten Autos auf der Straße parken, kommt ja kein anderer mehr durch!“. Das sei sicherlich so, bestätigt Bernd Kölling, Fraktionssprecher der CDU im Ortsbeirat. Jedoch würde auch hier die Straßenverkehrsordnung klar vorschreiben, dass dann nur auf einer Seite geparkt werden dürfe. „Zudem“, fügt Kölling noch an „werden wir dort noch mäandernde Verkehrsführung durch die Parkbuchten im Endausbau fordern, dann kann niemand mehr rasen“.

Man spürt, die Anwohner hatten sich mehr erhofft, als nur den Hinweis, dass sie selbst etwas zur Sicherheit beitragen müssen. „Zebrastreifen ….?“ – Gibts nicht, sagt der Ortsvorsteher. Die Verkehrsfrequenz ist viel zu niedrig, das dürfen die Straßenverkehrsbehörden nicht zulassen. „10 km/h ? Spielstraße ?“ – Nein, sagt der Ortsvorsteher. Auch da besteht keine Aussicht auf Erfolg, bei der 600 Meter langen Straße mit einem Gehweg eine verkehrsberuhigte Zone einrichten zu dürfen.

Hoffnung können die Ortspolitiker lediglich auf eine dauerhafte Geschwindigkeitsanzeigetafel machen und darauf, dass am Beginn der T30 Zone eine Straßenmarkierung aufgetragen wird.

Und was war noch mit der Abpollerung des Niederfelds am Auweg und an der Haintalstraße? „Es gab nie einen Beschluss, diese im B-Plan vorgesehene Abpollerung nicht zu machen“. Jetzt ist erstmals ein Lächeln auf den Gesichtern der Bürger zu sehen…..

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