05.11.2015 Baugebiet Bonames-Ost: bauen oder nicht bauen, das ist hier die Frage

Bonames Ost - jetzt noch Grün.

Bonames Ost – jetzt noch Grün.

Vorstellungen von Baugebietsplänen haben in Bonames eine gewisse Tradition. Wieder einmal waren die Bonameser eingeladen, sich im Bürgerhaus Nidda die neuesten Pläne zum Baugebiet „Bonames-Ost“ anzusehen.  Das Baugebiet, das  zwischenzeitlich in  „Am Eschbachtal“ umgetauft wurde, war schon vor rund 15 Jahren an der Startlinie. Damals allerdings sollte die Entwicklung der Riedbergbebauung nicht gefährdet werden. Daher blieben die Pläne nach einem hart erkämpften Kompromiß auf 1200 Wohneinheiten – oder auch bei 1360 Wohneinheiten – so genau ist man sich nicht mehr sicher – in der Schublade liegen.

Bis zum Jahr 2013, als die wiederaufgefrischte Version vorgestellt wurde. Allerdings war nun zum Entsetzen der Bonameser plötzlich von etwa 2000 Wohneinheiten die Rede, was immerhin dazu geführt hatte, dass sich die Bonameser in einer Bürgerinitiative „L(i)ebenswertes Bonames“ zusammengefunden hatten.

Um in der zerfahrenen Situation wieder weiterzukommen waren ausgewählte Vertreter der Bonameser Bürgerinnenschaft zu vier Planungsgesprächen eingeladen und das Planungsamt befleissigte sich, die Anregungen in die Planung einfliessen zu lassen. Weitere Kleingärten und Grünflächen wurden gerettet, Platz für eine weiterführende Schule geschaffen, die Anzahl der Geschosse reduziert und zudem in Aussicht gestellt, die angrenzenden Landschaftsraum im GrünGürtelpark Nieder-Eschbach zu schützen.

Aber auch wenn die Bürger die Planungsgespräche durchaus würdigten: Längst nicht alle waren davon überzeugbar, dass die so geplante Bebauung für den Stadtteil Bonames ein sinnvolles Konzept ergäbe. Immer noch würden wertvolle landwirtschaftliche Flächen unwiederbringlich verloren gehen, Bonames würde vom Verkehr überschwemmt und die vielen neuen Bewohner den sozialen Zusammenhalt gefährden. Viel sinnvoller sei es doch, endlich ein integriertes Wohnbaukonzept für ganz Frankfurt zu erstellen und zunächst mit der Umwandlung von leerstehenden Gewerbeflächen in Wohngebiete zu beginnen.

Planungsdezernent und Bürgermeister Olaf Cunitz zeigte durchaus Verständnis für diese Forderungen aber durch die Umwandlung von leerstehendem Gewerberaum in Wohnraum könne bei weitem nicht so schnell Wohnraum geschaffen werden, wie benötigt. Die Erarbeitung eines integrierten Wohnbaukonzeptes für Frankfurt sei eine gute Sache, jedoch die Schaffung von Wohnraum  über Monate oder gar Jahre hinweg auszusetzen sei  bei der angespannten Wohnraumsituation der falsche Weg.

Auch dieses Mal zeichnete sich bei der Diskussion und Vorstellung der Pläne kein Konsens ab, vielleicht aber eine Annäherung.

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