14.01.2016: Baugebiet Bonames-Ost: jetzt 1580 Wohneinheiten?

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Baugebiet Bonames-Ost

„Die Harheimer interessiert hauptsächlich der Verkehr“ wundert sich ein Stadtplaner. Tatsächlich sind vor über Hundert interessierten Zuhörern die vorherrschenden Themen: wie komme ich zum Haus Nidda, wie komme ich auf die A661, wie komme ich zum Park&Ride Platz in Kalbach. Und dann natürlich: wann kommt das dringend benötigte neue Gymnasium im Frankfurter Norden. Die Diskussion um die Anzahl der Wohneinheiten ist – mindestens für Harheimer – etwas in den Hintergrund gerückt.

Der Planungsdezernent Olaf Cunitz und die Fachmitarbeiter im Planungsdezernat hatten im Harheimer Ortsbeirat über die Ergebnisse der Planungsgespräche im Jahr 2015 berichtet. Zur Erinnerung: Das Baugebiet, das ursprünglich „Bonames Ost“ hieß und in „Am Eschbachtal“ umbenannt wurde, sollte erst zwischen 1620 und 1842 Wohneinheiten haben, deren Zahl wurde Ende der Neunzigerjahre in schwierigen Verhandlungen mit den Bürgern reduziert auf 1190 bis ca. 1360 Wohneinheiten. Dann allerdings wurde die Planung erst einmal auf Eis gelegt, da die Bebauung und Vermarktung in Kalbach nicht beeinträchtigt werden sollte.

Erst 2013 wurde die Planung wieder aufgegriffen und aktualisiert. Jetzt allerdings unter dem neuen Planungsdezernenten Olaf Cunitz (Grüne). Und der legte angesichts der Wohnraumknappheit in Frankfurt und unter Ablehnung des alten Kompromisses die neue Messlatte erst einmal auf 2000 Wohneinheiten was ihn wiederum wenigstens zum Geburtshelfer der Initiative „L(i)ebenswertes Bonames“ werden ließ.

In mehreren Planungsgesprächen wurde 2015 mit den Bürgern von Bonames erneut versucht einen Kompromiss zu erarbeiten. Auch wenn die neuen Pläne anerkanntermassen viele Kritikpunkte beseitigten, die zulässige Geschosszahl insgesamt deutlich reduzierten, viele Grünflächen und viele Kleingärten nun doch erhalten konnten, blieb die Anzahl der Wohneinheiten ein unaufhebbarer Streitpunkt.

Während der Planungsdezernent darauf verwies, dass auf Frankfurter Gebiet eben nicht mehr so großzügig mit Grundfläche  umgegangen werden dürfe und daher deutlich dichtere Bebauung geplant war, konterte die BI L(i)ebenswertes Bonames , dass die Bebauung auch nach dem neuen Plan für Bonames zu dicht sei.

Viele Streitpunkte bleiben indes immer noch offen. Soll die Querung mit der U-Bahn schienengleich sein oder muss es eine Unterführung geben? Wieviele P&R-Parkplätze müssen an der neuen U-Bahn-Haltestelle geschaffen werden. Wieviel Verkehr wird fließen und wo. Kommt das Gymnasium ganz sicher oder nicht?

Verkehrsexperte Jörg Stellmacher-Hein beruhigte, so gut er konnte. Mehr Verkehr könnte sich zwar im Ortskern Bonames einstellen, aber die neue Ortsrandstraße könne die Belastung problemlos aufnehmen.

Für die CDU-Fraktion erklärte Fraktionssprecher Bernd Kölling vorab eine Zustimmung zu den 1580 Wohneinheiten. Christoph Schmidt-Lunau von der Bürgerinitiative L(i)ebenswertes Bonames appellierte, in der Frage der Wohneinheiten hart zu bleiben, weil 4000 Neubürger und zusätzlich ein neues Gymnasium unübersehbare Verkehrsbelastungen für Bonames und Harheim bringen würden.

Und wann solls losgehn? So etwa 2023, so der Planungsdezernent. Das Gymnasium könne möglicherweise sogar vorgezogen werden. 2023 – das klingt nach utopisch weit weg in der Zukunft. Das ist in sechs Jahren. Und was wird bis dahin geschehen?

Link zur Internetseite des Stadtplanungsamtes  [www.stadtplanungsamt-frankfurt.de]

 

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