25.01.2015 Anwohner entfernen Banner gegen Flüchtlinge

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Jetzt wieder ohne flüchtlingsfeindliche Parolen

„Ich schäme mich, ein Plakat mit der Hauptbotschaft „keine Flüchtlinge“ in meiner persönlichen Umgebung jeden Tag sehen zu müssen“, sagt ein Anwohner zu dem Banner, das am Samstagabend von Unbekannten und anonym an dem Grundstück der geplanten Wohnunterkunft für Flüchtlinge und Senioren aufgehängt worden war. Das Banner ist mittlerweile von Anwohnern des Niederfelds abgenommen worden. Die Urheber des Plakats sind nach wie vor unbekannt. Auch die IG Harheim, die sich am Donnerstag offiziell gründen will, suchte unter den eigenen Mitgliedern und Sympathisanten vergeblich nach den unerbetenen Plakatschreibern.

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2 Antworten zu 25.01.2015 Anwohner entfernen Banner gegen Flüchtlinge

  1. harheimerin schreibt:

    „Wer ein Leben rettet – rettet die ganze Welt“ – Jüdisches Sprichwort.
    „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ –Bibel.
    „Keiner von Euch hat den Glauben erlangt, solange ihr für euren Nachbarn nicht liebt, was ihr für euch selbst liebt.“ – Islam.
    „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Art 1, Satz 1, GG BRD

    War nicht jeder von uns schon einmal irgendwo fremd? Wurde nicht jeder von uns bereits einmal im Leben in eine bestehende Gemeinschaft aufgenommen? Waren wir nicht auch schon einmal für Fremde ein unbeschriebenes Blatt? Haben wir nicht auch schon einmal jemanden positiv oder negativ überrascht? Wir alle sind Menschen. Wir alle haben Stärken und Schwächen. Vorurteile sind eine unserer größten Schwächen. Nicht jeder Alt-Harheimer ist ein sturer Bauer, nicht jeder Neu-Harheimer ein Prolet. Nicht jeder junge, männliche Flüchtling ist ein potenzieller Straftäter. Nicht jeder flüchtende Familienvater ein im Heimatland angesehener Akademiker. Wir wissen es nicht. Wir kennen sie noch nicht. Werden wir uns vertragen? Auch das wissen wir nicht. Es liegt an uns, den Harheimern, wie die zukünftigen Neu-Bürger im Niederfeld auf uns reagieren. Mit einem Lächeln und ausgestreckten Händen? Oder mit verschränkten Armen und gesenkten Blicken? Wie werden wir Harheimer auf sie zugehen? Als Gemeinschaft oder als Feinde?

  2. Jörg A. Ehm schreibt:

    1. Danke an die Grünen für die Berichterstattung aus meinem Wohnort, über Sie habe ich erst von dem Banner erfahren (ich komme als Bewohner des Niederfelds nur selten dort vorbei, da ich normalerweise mit der Bahn in Berkersheim fahre) – in der Presse habe ich leider nichts davon gelesen.
    2. Ein sehr unschöner anonymer Kommentar von „harheimerin“, aus dem m.E. eine unglaubliche Arroganz spricht und zu dem ich im Minimum diese zwei Richtigstellungen loswerden muss, die mir beim Durchlesen gerade eben durch den Kopf gegangen sind:
    2.a) „Wer ein Leben rettet – rettet die ganze Welt“
    Die deutsche Flüchtlingspolitik rettet keine Menschenleben (die Türkei tut es, dort sind die Flüchtlinge aus Syrien bereits in Sicherheit), ganz im Gegenteil, es ertrinken Flüchtlinge, die sich gerade aufgrund der Einladung der deutschen Kanzlerin und der auch heute noch ach so gut die Anordnungen oder Moralvorgaben von oben umsetzen könnenden Deutschen auf den Weg gemacht haben, das reale Leitmotto lautet: (nur) der Stärkste kommt durch…
    Sorry, mit dem jüdischen Sprichwort sind Sie leider über 70 Jahre zu spät…
    2.b) „…nicht jeder Neu-Harheimer [ist] ein Prolet.“
    Bei den Grundstücks- und Häuserpreisen kann sich ein „Prolet“ (abwertende Bezeichnung für Angehörige der stadtischen Unterschicht [das sind Menschen] – man beachte hier den immanenten Widerspruch zum GG Art. 1 Satz 1 und zum pseudo-religiösen Geschwurbel) ganz sicher nicht leisten, hier zu wohnen…

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