10.02.2016 Flüchtlinge zu Mitbürgern machen: CDU-Aschermittwoch im Bürgerhaus

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„Sollen wir weiter Menschen in Not helfen?“

Wer gedacht hatte, Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) würde dem aktellen Thema „Flüchtlinge“ wenigstens an Aschermittwoch aus dem Weg gehen, hatte sich geirrt. Geradewegs zielstrebig steuerte der Stargast  des Abends auf genau dieses – auch in Harheim – angstbesetzte Thema zu. In Gießen, so berichtete der Ministerpräsident, seien 6000 Flüchtlinge untergebracht ohne dass es zu schwerwiegenden Problemen gekommen sei. Gleichzeitig berichtete er über die Anstrengungen des Landes Hessens, die Integrationsaufgabe zu bewältigen. In Hessen seien ausnahmslos alle Flüchtlinge registriert. 800 zusätzliche Lehrer seien eingestellt worden. 250 Millionen Euro allein für den Wohnungsbau zusätzlich ausgegeben worden.

Bouffier erinnerte gleichzeitig, dass vor etwa 30 Jahren Deutschland schon mehrere Jahre über eine Million Flüchtlinge aufgenommen hätte, und es auch geschafft hätte. „Wir werden auch weiterhin Menschen in Not helfen“. Diese Botschaft war klar und deutlich. Ein klares Wort zu der geplanten DRK-Wohnunterkunft für Flüchtlingsfamilien allerdings bliebt aus, vermutlich aus Rücksicht auf die Veranstalter.

Weniger Rücksicht  war beim zweiten Hauptthema nötig: zur geplanten Trabantenstadt war es für Kämmerer Uwe Becker ein leichtes, selbst ohne weitere Begründung die rund 400 Zuhörer im Saal zur Ablehnung aufzufordern. Fastenzeit in Sachen Wohnbebauung sozusagen. Aber auf jeden Fall der Auftakt zur Kommunalwahl 2016.

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2 Antworten zu 10.02.2016 Flüchtlinge zu Mitbürgern machen: CDU-Aschermittwoch im Bürgerhaus

  1. B S schreibt:

    Die CDU verspricht uns seit 17 Jahren Innere Sicherheit. Die Kriminalitätsstatistik von Frankfurt spricht aber eine andere Sprache. 120.000 schwere Straftaten im Jahr bedeuten bei einer Bevölkerung von 700.000 das jeder Bürger im Schnitt alle 5-6 Jahre Strafanzeige stellen muss. Da Kriminalität nicht gleichverteilt ist werden viele Frankfurter Bürger alle 2-3 Jahre Opfer von Schweren Straftaten. 6400-7000 Straftaten im Bereich Körperverletzung bedeuten das fast jeder Frankfurter Bürger einmal im Leben Opfer einer solchen Körperverletzenden Straftat wird. Schande für CDU, SPD und Grüne.

  2. niederfelder schreibt:

    „In Gießen, so berichtete der Ministerpräsident, seien 6000 Flüchtlinge untergebracht ohne dass es zu schwerwiegenden Problemen gekommen sei.“
    Das ist doch wirklich nur hohles (Spitzen-) Politiker Geschwätz.
    Ich glaube kaum, dass Herr Bouffier oft genug zu Hause ist, um das wirklich beurteilen zu können.
    Da würde ich mal gerne die Ansichten der direkten Anwohner der Fazilitäten in Gießen dazu hören.
    Ich bin mir sicher, dass man da ganz andere Ansichten mitbekommen würde, die viel eher der Realität entsprechen.
    Im Internet kann man jedenfalls lesen, dass auch im Raum Giessen Kriminalität und sexuelle Übergriffe (z.B. auf Schülerinnen in Bussen) zunehmen. Für Harheim ist das sicher nicht wünschenswert.

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