16.02.2016 IG-Harheim sammelt Unterschriften. Philipp-Schnell-Straße auch.

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Immer das Kleingedruckte lesen…

Selbstbewusster Auftritt im Ortsbeirat. Tobias Jaenicke, der Vorsitzende der Interessensgemeinschaft-Harheim,  übergab dem Ortsvorsteher 88 Unterschriften. Alle diese Menschen wollen, dass wenn auf dem Weiler-Areal demnächst gebaut wird, der gesamte Bauverkehr nicht über das Niederfeld sondern ausschließlich über die Philipp-Schnell-Straße geführt wird. Im Niederfeld würden „…überwiegend junge Familien mit kleinen Kindern leben, die in besonderer Weise vor Straßenverkehr zu schützen sind.“ Dort könne man den Verkehr nicht durchleiten.

Die vielleicht erhoffte Begeisterung bei den übrigen Bürgern im vollbesetzten Clubraum blieb jedoch aus. Im Gegenteil. Klaus Schöneck, Bürger der Philipp-Schnell-Straße, war eher stinksauer. „Bei uns wurde weder geklingelt noch was in den Briefkasten eingeworfen. Diese IG-Harheim sollte eigentlich IG-Niederfeld heissen.“ Und zur Bekräftigung, dass es nicht nur seine eigene Meinung sei, brachte Schöneck gleich ebenfalls eine Liste mit Unterschriften an. „Hab ich heut nachmittag mal spontan in einer Stunde gesammelt. Da wollen noch viel mehr unterschreiben“, und schon einmal in Fahrt ergänzte er, dass er schon seit 35 Jahren in der Philipp-Schnell-Straße wohnen würde und diese Straße hätte ja auch einmal ein Anrecht auf weniger Verkehr. „Verteilung des Verkehrs auf eine weitere Straße wäre sinnvoll.“

Auch andere Bürger zeigten Empörung. „Unverschämtheit“ zischte eine ältere Harheimerin. „Das ist ja Sankt-Florians-Prinzip in Reinkultur“.  Mindestens an diesem Abend schien die „Interessengemeinschaft zur Förderung Harheims e.V.“ in der Sympathieskala der Harheimerinnen und Harheimer nicht wirklich punkten zu können. „e.V.“?  Dem Vereinsringsvorsitzenden ist von einer Eintragung des Vereins bis zu diesem Abend jedenfalls nichts bekannt gewesen.

Interessanterweise war aber die Forderung nach den Pollern im Auweg und Haintalstraße untrennbar verbunden mit der Forderung nach einem Lärmschutzgutachten und zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen gegenüber dem Lärm von dem Bahnverkehr im Niddatal. Die Bürger, die ihre Unterschrift abgegeben hatten, konnten nur im Doppelpack votieren. Auf dem Kopf der Unterschriftslisten fehlte zudem die Forderung nach den Pollern. Die Unterschriften sind mangels postalischer Adresse auch gar nicht zuzuordnen. Möglicherweise, um nicht den Eindruck zu hinterlassen, dass ausschließlich die Anwohner einer einzigen Straße vor ihrer Haustüre gerne Ruhe hätten.

Natürlich kann niemand etwas gegen Lärmgutachten haben. Aber – so bemerkte Architekt Ernst Schmitt an diesem Abend – es gäbe schon eine ganze Reihe von Lärmgutachten. Und der Lärm von den Zügen, wenn auf vier Gleise ausgebaut wird? Gute Idee. Aber dieses Thema ist seit Jahren schon durchgekaut und abgeschlossen. Aber vielleicht wird die Deutsche Bahn ja aufgrund des Engagements der IG-Harheim für Harheim extra noch einmal ein Gutachten machen.

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20 Antworten zu 16.02.2016 IG-Harheim sammelt Unterschriften. Philipp-Schnell-Straße auch.

  1. Schmidt schreibt:

    Was mich an dieser IG Nummer ziemlich verunsichert, ist die Tatsache, dass der Vorsitzende auf der Liste der Grünen steht! Die richtigen Harheimer sollten eine eigene Interessengemeinschaft gründen! Voraussetzung für die Mitgliedschaft sollte sein, mindestens 5-10 Jahre im Ort zu wohnen!

    • Kerstin Jaenicke schreibt:

      Ich wohne seit nunmehr fast 15 Jahren in Harheim, mein Mann seit 13 Jahren. Darf ich mich nun schon als richtige Harheimerin bezeichnen?

      • DM schreibt:

        Die Dauer spielt weniger eine Rolle, finde ich. Viel mehr bedeutend ist, dass jetzt erst, nach dem Umzug ins Niederfeld, das große Harheim-Engagement erwacht ist und mit dem Mantel des Allgemeinwohls Eigeninteressen vertreten werden, egal wie menschlich nachvollziehbar die sind. Aber ganz sauber ist dieses Spiel nicht! Im Süden der Republik sagt man dazu, das hat ein G´schmäckle!

      • Kerstin Jaenicke schreibt:

        Wir waren übrigens schon vor unserem Umzug ins Niederfeld in Harheim engagiert, z.B. bei der Aktion „Sauberhaftes Harheim“. Aber solche Aktionen interessieren Sie wahrscheinlich nicht.

      • DM schreibt:

        Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum hier gleich mit erfundenen Unterstellungen geantwortet wird. Betroffene Hunde bellen, habe ich mal gehört.

        Es wäre schön und wünschenswert, wenn eine von allen Seiten sachlich geführte Diskussion geführt werden würde.

        Aber leider scheint das von allen Seiten nur schwer möglich, weil meistens nur die eigene Sicht der Dinge gesehen wird. Kann man so machen, muss man aber nicht.

        Es sollte einfach darum gehen, wie es allen Harheimern recht gemacht werden kann, da sollten bei ALLEN nicht nur die eigenen – wenn auch nachvollziehbaren – Interessen im Vortdergrund stehen, sondern es muss eine für alle tragfähige Lösung gefunden werden. Und das St. Florians-Prinzip hilft da sicherlich nicht weiter, das stiftet auf der Seite, deren „Haus brennt“ nur Unfrieden denjenigen gegenüber, die das Feuer auf der anderen Straßenseite gelegt haben.

        Und leider bekommt man, was die IG Harheim angeht, schnell diesen Eindruck. Dieser mag nicht stimmen. Aber es wäre in der Kommunikation der IG Harheim sicherlich hilfreich, wenn nicht der Eindruck entstehen würde, dass man die Eigeninteressen mit vermeintlichen Gesamtinteressen kaschiert. Es kommt bei den Empfängern von Kommunikation die Message eben nicht immer so an, wie es der Sender gerne hätte (meint). Auch das gilt immer für beide Seiten.

  2. Phlipp Schnell schreibt:

    Was ist das für ein Spiel, Herr Seuffert? Getrennt marschieren, vereint schlagen? Der Verantwortliche für diesen Unsinn ist doch ihr Parteifreund und Ortsbeiratskandidat Jaenicke!!

    • hseuffert schreibt:

      Herr Jaenicke ist Mitglied der Grünen und kandidiert für den Ortsbeirat auf der Liste der Grünen. In welchem Verein oder in welchen Gemeinschaften er darüberhinaus in seiner Freizeit aktiv ist, ist seine Privatsache. Das schöne an Kommunalwahlen ist, dass es Persönlichkeitswahlen sind. Sie können einzelne Kandidaten wählen oder streichen. Wählen Sie die Menschen, zu denen Sie vertrauen haben. Und die Kandidaten oder Kandidatinnen, die Sie nicht mögen, wählen Sie eben nicht.

  3. Seit 9 Jahren Bürger schreibt:

    Die IG Harheim repräsentiert für mich völlige Realitätsferne und Egoistentum in Reinstform. Haben diese Menschen wirklich gedacht das letzte Neubauprojekt von Harheim zu sein und in Abgeschiedenheit und Ruhe eine Zukunft zu verbringen die frei von Veränderungen ist? … im Umfeld der Stadt Frankfurt mit dieser prekären Wohnsituation? In einen Teil des Stadtgebietes (Frankfurt Nord) der augenscheinlich prädestiniert ist für die Schaffung von zukünftigem Wohnraum!
    Höchst fragwürdig empfinde ich auch, dass sich diese IG auch erst gründet wenn eine spezieller Kreis von Anwohnern die eigenen Interessen bedroht sieht….aber sich dann fadenscheinig für das gesamte Harheim einsetzen wollen! Alleine die Forderungen zur Verkehrsregelung im Zusammenhang mit dem Baugebiet Urnbergweg lassen hier tief blicken. Pfui!!! Haben die Bürger des Niederfeld vergessen, dass sie einmal selbst „zugezogen“und bereits Anwohnende ebenfalls mit Baulärm und Baulastverkehr „belästigt“ haben?!?
    Im Zusammenhang mit der Flüchtlingsunterkunft macht sich die IG große Sorgen um die Integration von Flüchtlingen….ich denke die IG sollte sich mehr Gedanken um die eigene Integration machen, denn momentan sehe ich das Niederfeld auf dem Weg der Isolation!

    In diesem Sinne…Salem Aleikum (arab. „Friede sei mit Euch“).

    P.S. Ortsbeirat Kandidaten bleiben Kandidaten solange man sie nicht wählt!!!

  4. Markus Lehleiter schreibt:

    Eine sehr einseitige Sicht der Dinge, Herr Seuffert! Dafür, dass sie mit dem Slogan „Besonnenheit“ werben, ist so viel Polarisierung doch eher ungewöhnlich.

    Tobias Jaenicke derart anzugreifen, finde ich unanständig. Für alle die es nicht wissen, Tobias Jaenicke wohnt mit seiner Familie schon 10 Jahre in Harheim. Die IG Harheim besteht auch nicht nur aus Bürgern aus dem Niederfeld, sondern glücklicherweise sind auch aus anderen Teilen des Ortes schon zahlreiche Beitritte zu verzeichnen. Da scheint also der Wunsch Vater des Gedankens zu sein…

    Wer denkt, dass die IG Harheim nicht um ganz Harheim bemüht ist, dem sei ein Blick auf unsere Website und die nächsten Aktionen empfohlen. Außerdem wohnen hier auch viele Alt-Harheimer, die auch bei uns engagiert sind.

    Von einem Ortsvorsteher wünsche ich mehr Integration und keine Untersützung von Lagerbildung. Das „muss drin sein“, auch im Wahlkampf.

    P.S.: Darf ich Sie zum Thema Verkehrsberuhigung an Ihre Aussagen vom Mai erinnern:
    http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Geschwindigkeitsanzeige-soll-Autos-ausbremsen;art675,1408058
    „Niemand im Ortsbeirat habe vor, die Sperrung der beiden Straßen zu verhindern, betonten Ortsvorsteher Helmut Seuffert und …“

  5. dimmer busch schreibt:

    ich lese de Seite hier immer mit einem Schmunzeln. Ziemlich viel GRÜNE Propaganda. Und was die neue IG angeht ! Warum integrieren die sich nicht in den bestehenden Harheimer Parteien und Vereine ? Warum müssen sie da eine elitäre GRÜNE ID gründen und sich über Alle anderen in der Ortschaft stellen. Sorry ! Aber solche Wichtigtuer..unglaublich… Die P.-S. Straße ist zu eng für Bauverkehr und erst neu saniert. Die N.f.Straße ist breiter aber auch neu….Ich denke die N.f. Straße ist eher geeignet….

  6. Brünner schreibt:

    IG Harheim
    Da gibt es einen tollen Trimm-Dich-Pfad für Senioren im Ort, aber für Altenwohnungen ist keine ernsthafte Lobby im Ortsbeirat vorhanden. Da gibt es zahllose Neubaugebiete (inklusive der damit verbundenen Diskussionen) rund um den alten Ortskern, aber die dringend notwendige Weiterentwicklung im bestehenden Ortsgebiet und die Konfliktklärung wird vernachlässigt. Da gibt es etablierte und neue Parteien im Ort, aber scheinbar fühlen sich viele Bürger mit ihren Interessen nicht angesprochen oder ernst genommen.
    Die Entstehen der IG Harheim verstehe ich deshalb zunächst mal als Antwort auf die fehlende Vision der Ortspolitik zur Zukunft des Ortes. Begleiten sie doch deshalb die IG mal wohlwollend, auch wenn es schwerfällt.

  7. "Neuharheimer" der mehr als 30ig Jahre in Harheim lebt und lebte schreibt:

    Weder Phillip-Schnell-Straße (gerade erneuert) noch die Straße im Niederfeld (soll dieses Jahr endausgebaut werden) sollten für die Baustellenerschließung herangezogen werden. Der Baustellenverkehr für das neue Baugebiet könnte auch wie bei der Niddarenaturierung abgewickelt werden. Direkt hinter der Bildhauerei Meier-Uhl abbiegen und über die Feldwege in das Baugebiet. Für einen Begegnungsverkehr müssten lediglich temporär Ausweichbuchten hergestellt werden.

  8. B S schreibt:

    Also ich finde es Schade das es hier keinerlei Laufvereine, Radvereine oder Triathlonvereine gibt und ein Hallenbad + Freibad gibt es auch nicht. Niddaufer-weg teilweise immer noch Pfützen und Matschlandschaften, zu wenig Schatten spendende Bäume, dann im Umfeld nur Argrar Ödnis ohne Wald, ohne Grün und ohne ein Laufwegenetz. Überall nur Acker-Sackgassen die irgendwo als Matschpiste im Niemandsland enden. Das Genannte Ist mir ehrlich gesagt wichtiger als Gestreite um Baustellenverkehr. Wenn die N.f.Straße eh noch geteert werden muss, kann man sie ja dafür nutzen und danach dann end-teeren.

  9. Alt-Harheimer schreibt:

    In der Philipp-Schnell-Straße wohnen auch Familien mit kleinen Kindern. Der kath. Kindergarten ist ebenfalls dort angesiedelt. Aber an diese Kinder denkt Herr Jaenicke wohl nicht. Ihm ist doch ganz egal durch welche Straßen die Baumaschinen fahren, Hauptsache das Niederfeld bleibt davon unberührt. Ein klassischer Fall von Egoismus.
    Herr Jaenicke vertritt unter dem Deckmantel „IG-Harheim“ doch nur seine eigenen Interessen.
    Wie im Beitrag schon beschrieben, sollten sie die IG-Harheim doch besser in IG-Niederfeld umbenennen!

    • ML schreibt:

      Lieber „Alt-Harheimer“ (wie immer sich das definiert/ fraglich auch ob Sie diese repräsentieren),

      ich darf Sie darüber informieren, dass Tobias Jänicke nicht direkt an der Zufahrstraße wohnt und ihm daher der Verkehr eigentlich egal sein könnte.

      Ihre Antwort liest sich nach dem Motto „So ein Skandal, dass jemand anderer egoistische Interessen vertritt, die mich an meinem Egoismus hindern…“

      Die Wahrheit liegt ja meistens irgendwo zwischendrin. Unterstellungen helfen da nicht weiter…

      • Monika Krupa schreibt:

        Alt Harheimerin „Privatstraße“
        M. K.
        Wie kommt es eigentlich vorab zur Wertung „Privatstraße“ bei Planung eines neu zu erschließenden Wohngebietes – hier Straße Im Niederfeld -? Sollte doch neutral erstellt werden. Hat da evtl. jemand dran gedreht?
        Obgleich der B-Plan Nr. 910 diese Straße Im Niederfeld als Zufahrtsstraße für WA-1 und WA-2 vorsieht.
        Privatstraße – Es handelt sich dabei meist um kleinere Straßen, die nicht der öffentlichen Hand gehören, sondern Eigentum der Anlieger sind. Gelegentlich sind Privatstraßen auch der einzige Zugang zu einem Grundstück, der über ein anderes Grundstück verläuft und sich daher im Eigentum dieses Grundstücksbesitzers befindet.
        Da es sich hier um erbaute Wohngebäude auf Erbbaugrund handelt, befindet sich der Grund und Boden nach wie vor im Besitz der Stadt Frankfurt am Main, also in öffentlicher Hand. Die Voraussetzungen für die Bezeichnung „Privatstraße“ sind hier rechtlich wohl nicht gegeben.
        Der gesamte Wohnbereich ist mit Mischgebiet eingestuft. Auch die Bahnstrecke ist seit Jahrzehnten schon vorhanden, konnte man alles bei Besichtigung der Baufläche feststellen. Lt. amtl. Messung ist der Bahnlärm erhöht, aber vertretbar im Mischgebiet. Es ist daher nichts weiter zu veranlassen (B-Plan Nr. 910)

  10. ML schreibt:

    Prima, Herr Seuffert! Jetzt folgte auf Ihren einseitigen Blog-Artikel auch gleich ein einseitiger Zeitungsartikel in der FNP: http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Im-Niederfeld-contra-Philipp-Schnell-Strasse;art675,1889882#. Ggf. hat da auch jemand gezielt die eigenen FNP-Kontakte genutzt.

    In der Philipp-Schnell-Straße scheint es wohl viel potentielle Grünen-/ Seuffert-Wähler zu geben, die man gewinnen möchte… Morgen Abend sehen wir dann, ob es was gebracht hat…

  11. MK schreibt:

    Wenn die Baufirma Weiler nun Ende März wegzieht, heißt das für die Philipp-Schnell-Straße noch lange nicht, dass hier kein Verkehrsaufkommen mehr besteht (wie von Ihnen angegeben), es entfallen lediglich die Baufahrzeuge. Sämtliche dort bereits wohnende Anwohner in der Philipp-Schnell-Straße fahren hier, zusätzlich die Anwohner zu den Straßen Hermannspforte, In den Biegen, In den Schafgärten, Eckstraße, Urnbergweg, Im Kalk und Am Auweg fahren weiterhin durch diese Straße. Hier kann man von ca. 400-500 Personen ausgehen. Es hat sich also nicht viel geändert. Zusätzlich fahren weiterhin LKW durch diese Straße. Das ist ja auch so in Ordnung, aber eine weitere Verkehrsbelastung ist für die Philipp-Schnell-Straße nicht mehr zu vertreten.
    Sie haben sich auf die Philipp-Schnell-Straße eingeschossen, wie mir scheint, ohne Rücksicht auf andere Personen.
    Ihr einziges Argument: Im Niederfeld würden “…überwiegend junge Familien mit kleinen Kindern leben, die in besonderer Weise vor Straßenverkehr zu schützen sind.” Dort könne man den Verkehr nicht durchleiten. Sie fordern, dass der gesamte Bauverkehr nicht über das Niederfeld, sondern ausschließlich über die Ph-Schnell-Str. geführt wird. Dies ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten.
    In der Ph.-Schnell-Str., wie im gesamten Stadtteil, leben Familien mit Kindern, allein in meiner unmittelbaren Nachbarschaft (4 Häuser) leben schon 8 Kinder. Hier gibt es den kath. Kindergarten (kleine Kinder, die in besonderer Weise auch vor Straßenverkehr zu schützen sind (Kindergarten gibt es im Niederfeld nicht), ebenso steht hier unsere alte kath. Kirche mit integriertem Pfarrheim, hier nehmen u.a. viele alte Leute am Gottesdienst teil, es beteiligen sich etliche Kinder und Jugendliche mehrmals in der Woche an den im Pfarrheim angebotenen Gruppen- und Übungsstunden, alte Menschen besuchen hier den Altenclub. Auch dieser Personenkreis ist in besonderer Weise vor Straßenverkehr zu schützen (gibt es im Niederfeld alles nicht). Außer “…überwiegend junge Familien mit kleinen Kindern“ gibt es dort nichts, was es im gesamten Stadtteil nicht auch gibt, na und so jung sind diese Familien ja auch nicht mehr, alles relativ zu sehen. Hier ist also nichts, was eine Sperrung des Verkehrs für Bewohner des Stadtteils rechtfertigen würde.
    Man kann doch davon ausgehen, dass bei der Bezeichnung „Privatstraße“ Im Niederfeld doch wohl gedreht wurde.?!
    Eine Privatstraße ist eine Straße, die sich nicht im öffentlichen, sondern im privaten Eigentum von natürlichen oder juristischen Personen befindet. Es handelt sich dabei meist um kleinere Straßen, die nicht der öffentlichen Hand gehören, sondern Eigentum der Anlieger sind. Gelegentlich sind Privatstraßen auch der einzige Zugang zu einem Grundstück, der über ein anderes Grundstück verläuft und sich daher im Eigentum dieses Grundstücksbesitzers befindet.
    Zum öffentlichen Straßenverkehr gehören alle Flächen, die der Allgemeinheit zu Verkehrs-zwecken zugänglich sind, bei straßenrechtlicher Widmung oder bei Gemeingebrauch mit Zustimmung des Berechtigten, ohne dass es auf die Eigentumsverhältnisse ankommt (BGH VR 85, 835). Es kommt auf die ausdrückliche oder stillschweigende Freigabe durch den Berechtigten an sowie auf die für die Verkehrsteilnehmer erkennbaren äußeren Umstände (Bay ObLG 63, 287; 73, 57). Eine Nichtöffentlichkeit liegt nur dann vor, wenn der Berechtigte die Allgemeinbenutzung tatsächlich nicht duldet (OLG Hamm VRS 52, 369).
    Da es sich hier um erbaute Wohngebäude auf Erbbaugrund handelt, befindet sich der Grund und Boden nach wie vor im Besitz der Stadt Frankfurt am Main, also im öffentlichen Bereich.
    Es ist eine lange Straße, ausgehend vom Kreisel bis hin zum Urnbergweg.
    Die Voraussetzungen für die Bezeichnung „Privatstraße“ sind hier rechtlich nicht gegeben.

    B-Plan 910 regelt doch alles (hierauf beziehen sich die Bewohner Niederfeld doch ständig), so auch: dass der Verkehr zu WA-1 und WA-2 durch die Zufahrtsstraße Im Niederfeld führt. Ebenso Parkplatzsituation (Parken auf dem Grundstück), Eingrenzung der Grundstücke, wird mit Hecken geregelt. Diese Straße im Ort wurde so verkehrsberuhigt ausgestattet, dass sie den aufkommenden Verkehr verkraften kann.
    Wenn man so den Verkehr auf alle Straßen verteilt, ist das ein Kompromiss und zum Wohl aller Harheimer. So kann dann endlich wieder Ruhe und Frieden wie früher einkehren.

    • ML schreibt:

      Lieber MK,

      ich wundere mich über so wenig Faktenwissen Ihrerseits.

      1. In Niederfeld, Spitzenstraße und Auweg wohnen mehr als 150 Kinder. Aber schön, dass der Umstand dazu führt, dass Sie sich jetzt für die 8 Kinder aus Ihrer Nachbarschaft interessieren.
      2. Eine Verteilung des Verkehrs und eine Entlastung der Philipp Schnell-Straße hat bereits jetzt stattgefunden. Wenn Sie sich erinnern: Früher ging der komplette Verkehr über die Philipp-Schnell-Straße (z.B. aus dem Auweg), jetzt fließt viel über das Niederfeld ab. Es nehmen auch viele aus der Philipp Schnell-Straße den Weg über die Hermannspforte und das Niederfeld. Die Verkehrsbelastung ist nicht 50/50, sondern fällt längst zu ungunsten des Niederfelds aus.
      3. Eine objektive Verkehrsmessung wäre wünschenswert, um eine faire Verteilung zu erreichen. Diese werden Sie aber vermutlich aus dem o.g. Grund nicht wollen.
      4. Auch bei einer Bepollerung wäre die Hermannspforte offen. Ihnen geht es aber vermutlich darum, dass möglichst wenige Autos durch den hinteren Teil der Philipp Schnell-Straße fahren (ich vermute auch, dass Sie da – wie der gute Herr Schöneck, wohnhaft sind).

      Sie tun also genau das, was Sie anderen vorwerfen. Sie vertreten Eigeninteressen und haben sich an die Ruhe in der Philipp Schnell-Straße gewohnt und sich eingerichtet. Den neuen Verkehr sollen die anderen bekommen. Also verdrehen Sie nicht die Tatsachen und stehen Sie doch zu Ihrem Egoismus.

  12. Kerstin Jaenicke schreibt:

    Die Kommentare, die in Unkenntnis der Fakten verfasst werden, nehmen ja langsam groteske Züge an. Wer hat behauptet, dass nach Wegzug der Baufirma Weiler in der Philipp-Schnell-Straße „kein“ Verkehrsaufkommen mehr besteht? Wer hat im Zusammenhang mit der Straße „Im Niederfeld“ je von einer „Privatstraße“ gesprochen? Welcher Bewohner der Straße In den Schafgärten würde, um dorthin zu fahren, durch die Philipp-Schnell-Straße fahren? (Ich habe jahrelang In den Schafgärten gewohnt und habe nie den Umweg über die Philipp-Schnell-Straße genommen, warum auch. Die Faktenlage ist folgende: es wird kein zusätzlicher Verkehr durch die Philipp-Schnell-Straße fließen (außer der temporäre durch die Bebauung des Urnbergweges). Einige Protagonisten aus der Philipp-Schnell-Straße möchten diese jedoch noch weiter entlasten, indem der ursprüngliche Bebauungsplan nicht vollständig umgestzt wird und Verkehr, der früher durch die Philipp-Schnell-Straße geflossen ist (als Zuleitung zu „Im Auweg“ und „Haintalstraße“) nun im Moment durch die Straße Im Niederfeld fließt. Ich kann das persönlich gut nachvollziehen, verstehe aber auch die Anwohner Im Niederfeld, die nicht möchten, dass auf ihre Kosten andere Straßen entlastet werden.

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