15.06.2016 Jäger und Naturschützer bauen neue Hotels in Harheim

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Krabbeltiere sind nicht jedermanns Sache

Gleich drei neue Hotels kann Harheim seit kurzem aufweisen. Alle drei geplant und gebaut von der Naturschutz- und Jägervereinigung Harheim und mitfinanziert vom Umweltfond der FRAPORT und der Jagdgenossenschaft. Keine Angst, diese Hotels machen dem Harheimer Hof keine Konkurrenz. Bei den Hotels am Honigberg, an der Nidda und am Naturschutzgebiet Harheimer Ried handelt es sich um „Insektenhotels“. Insektenhotels sind Nist- und Überwinterungshilfen für Insekten, und jederfrau ist sicherlich glücklich, wenn die oft nützlichen aber krabbelnden und fliegenden Tiere sich im Hotel einquartieren, anstelle im Keller oder Schlafzimmer zu Hause . Auf den ersten Blick mag es seltsam erscheinen, dass man die Insektenhotels gerade in die Grünflächen stellt. Aber dort sind die Tierchen nun eben am ehesten zu finden, und der Mensch mag ja auch nicht unbedingt ein Hotel beziehen, zu dem er jeden Tag erst eine weite Anreise hat. Warum Insektenhotels überhaupt? Die natürlichen Lebensräume der Insekten werden aufgrund von intensiven menschlichen Eingriffen in die Naturlandschaft und durch den umfangreichen Einsatz von Pestiziden ständig weiter eingeschränkt. Am deutlichsten sieht man das derzeit am beobachteten Bienensterben. Immerhin sind Insekten – abgesehen von ein paar wirklich lästigen Exemplaren  wie Stechmücken – für die Artenvielfalt und das Ökosystem wichtige und nützliche Tiere. Da mögen sie nun mal so ekelhaft aussehen, wie sie wollen.

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Entomologische Informationen aus dem neuen Schaukasten

Die drei Insektenhotels sind in individuell gestalteter Holzbauweise entstanden und wurden fachkundig in der Schreinerwerkstatt des Berufsbildungswerks in Karben gebaut. Neben den überdachten Hotels konnte aufgrund der Spende des Fraport-Umweltfonds auch noch ein Schaukasten am Niedereschbacher Stadtweg aufgestellt werden, in dem interessante Hinweise zu den zukünftigen Hotelgästen hängen.

Zur Einweihungsfeier am Schaukasten selbst brachte Entomologe August Jung etliche teilweise sehr seltene Insektenanschauungsexemplare und Schmetterlinge mit. Die konnte man völlig gefahrlos ganz von Nahem ansehen. Da krabbelte nichts mehr weg oder flog davon. Die waren schon längst nicht mehr am Leben. Interessant, wie groß eine Zikade werden kann. Da könnte sich selbst ein junger Storch noch dran verschlucken.

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Jagdgenosse Dieter Quirin informiert sich über Feld, Wald und Wiese

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Christa Mehl-Rouschal (Untere Naturschutzbehörde), Manfred Bockenheimer (Naturschutz- und Jägervereinigung) und Wolfgang Schulte (Fraport) am neuen Schaukasten

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wenn das alles noch krabbeln würde….

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Insektenhotel garantiert aus ökologischen Baumaterialien

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