30.06.2016 Warnung bei Starkregen – stürzen die Bäume am Eschbach um?

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Hochwasser am Eschbach: Welche Gefahr geht von den Bäumen aus?

Das letzte Mal, dass Harheim überschwemmt war? … Moment mal ….?“ Ja, so genau können sich die meisten Harheimer gar nicht mehr dran erinnern. Nämlich an den 2. Januar 2003 (so glauben wir jedenfalls). Damals war nach heftigem Dauerregen Land unter in Harheim. Die Feuerwehr schaufelte die halbe Nacht Sand der Kinderspielplätze in Säcke um damit die KT Weltenbummler zu schützen. Weite Bereiche der Korffstraße, Untermühle, Reginastraße und Alt Harheim aber auch in den Biegen standen unter Wasser. Vom Hochwasser betroffen waren übrigens auch die nördlichen Stadtteile Bonames, Nieder-Eschbach und Kalbach.

Nach dem „Jahrhunderthochwasser“ 2003 wurde das Hochwasserkonzept neu aufgestellt und überarbeitet. Rein statistisch gesehen müssen wir jetzt nur noch etwa 90 Jahre zum nächsten Jahrhunderthochwasser warten, um zu prüfen, ob das Konzept auch funktioniert.

Jetzt gibt’s aber Streit. Die Starkregen im Mai, zählen die nun schon schon zu den „Jahrhunderthochwassern“ oder eher nicht? Da es in Harheim kein Hochwasser gegeben hat – ist das nun die gute Nachricht, dass das Hochwasserkonzept funktioniert hat – oder können wir nur von Glück reden, dass nichts schlimmeres passiert ist?

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ist das nun die gute Nachricht, dass das Hochwasserkonzept funktioniert hat – oder können wir nur von Glück reden, dass nichts Schlimmeres passiert ist?

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Dringenden Handlungsbedarf sieht jedoch die Harheimer CDU. Bei starken Regenfällen – so berichtet der Fraktionssprecher der gleichzeitig beruflich viel mit Bäumen zu tun hat – steigt der Pegel des Eschbachs bedenklich. Zusätzlich wären beim Regen am 30. Mai neu umgestürzte Bäume hinzugekommen. Überhaupt befänden sich zahlreiche kranke und teils tote Bäume im Uferberreich, die einsturzgefährdet seien. Der Magistrat solle daher schnellst möglich die Bäume und Gehölze im Uferbereich prüfen, regelmäßige Baumschauen durchführen und vom Umsturz gefährdete Bäume zurückschneiden bzw. beseitigen.

Klingt gut, klingt dringend. Soweit alles klar. Oder nicht?

Die letzte sogenannte Wasserschau war im März dieses Jahres. Dabei werden alle Gewässer – also auch der Eschbach – in Augenschein genommen und geprüft. Hinsichtlich der Bäume sind die Experten der Wasserbehörde zu anderen Ergebnissen gekommen, als Landwirtschaftstechniker Stefan Quirin. Sonst hätten sie die gefährlichen einsturzgefährdeten Bäume sicher schon längst gefällt. Aber möglicherweise reicht die Sachkenntnis der Verwaltungsmitarbeiter ja für eine fachmännische Beurteilung nicht aus.

Im Anschluss an die Wasserschau wurden im Uferbereich von Nidda und Eschbach etliche Bäume gefällt, was zu einigen empörten Beschwerden von Harheimer Bürgern geführt hat. Die Bürger beschweren sich darüber, dass die untere Wasserbehörde Friedberg, die für die Uferbereiche in Frankfurt grundsätzlich verantwortlich ist, jedes Jahr und immer beim Pflegen der Uferbereiche durch Subunternehmer eine beträchtliche Anzahl völlig gesunder Bäume gleich mal mit absägt und entfernt. Diese Bürger machen sich Sorgen um die Nistplätze der Vögel. Quirin ist dagegen der Ansicht, es wären immer noch längst nicht genug Bäume gefällt worden, um für den nächsten Starkregen gerüstet zu sein.

Da ist es wie bei den Ärzten. Zwei Ärzte, drei Meinungen. Aber nun wird die Sache wie unter Männern entschieden: Zur nächsten Ortsbeiratssitzung am Montag, 4. Juli wird Frau Toth von der Stadtentwässerung den Hochwasserschutz für Frankfurt und für Harheim erklären. Da darf man noch gespannt sein, wie die Stadtentwässerung reagiert, wenn man ihr mitteilt, dass sie ja eigentlich keine Ahnung hat.

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