29.08.2016 Endlich! Die Fahrrad-Baken werden abmontiert

Fahrradbaken_IMG_9962Die Geschichte der Fahrrad-Baken in der Maßbornstraße am Ende der Tempo30 Zone erinnert ein wenig an Schilda. Aktuell werden die Schilda-Schilder abmontiert. Aber weshalb wurden sie überhaupt aufgestellt?

2005 war die Maßbornstraße fertiggestellt und Anfang 2006 wurde die Tempo30 Zone im gesamten Stadtteil Harheim eingerichtet. Da die Straße breit genug war wurde in der Maßbornstraße ein Fahrradstreifen mit einer gestrichelten Linie und mit Fahrradsymbolen abmarkiert. Da war die Welt noch in Ordnung.

Fahrradstreifen_0856

Schön, nützlich, aber illegal. So hatte es bis 2014 ausgesehen.

Anfang 2014 jedoch wurden die Frankfurter Straßenverkehrsbehörden darauf aufmerksam gemacht, dass nach einer Änderung der Straßenverkehrsordnung aus dem Jahre 2009 die Trennlinie in einer Tempo 30 Zone nicht mehr zulässig sei. Glücklicherweise hatte der illegale Zustand fünf lange Jahre existiert, ohne dass es zu einem nennenswerten Unfall gekommen wäre. Für die Frankfurter Straßenverwaltung war klar: hier musste gehandelt werden. Und zwar schnell. Darum rückten im April 2014 Bautrupps an, und frästen sowohl die illegale gestrichelte Linie wie auch die Fahrradsymbole vom Asphalt. Nicht nur die fahrradfahrenden Harheimer Bürgerinnen und Bürger waren verwundert. Auch die Ortsbeiräte reagierten angefressen. Immerhin ist die Gestaltung von Tempo 30 Zonen Aufgabe und Sache der Ortsbeiräte. Als Lösungsvorschlag wurde sechs Monate später von den Straßenexperten der Stadt die Baken und Straßenmarkierungen vorgeschlagen. Das, was auf den Abbildungen und in Plänen noch ganz plausibel ausgesehen hatte, erwies sich aber in der Praxis keineswegs mehr als ein Schutz für Fahrradfahrer. Im Gegenteil. Die Baken standen nicht weit genug links, so dass die Radfahrer rechts nicht dran vorbei fahren konnten. Alle Radfahrer mussten – laut der Straßenverkehrsordnung – vor der Bake die Hand rausstrecken, um das Ausscheren anzuzeigen und gleichzeitig nach hinten schauen, ob sie vielleicht gerade überholt werden. Die Autos dagegen konnten weiterhin die freie Fahrt geniessen.

Auch dagegen liefen Bürger und Ortsbeirat Sturm und forderten eine andere Lösung. Informell wurde dem Ex-Ortsvorsteher auch bereits im Januar 2016 mitgeteilt, dass man sozusagen das Ei des Columbus mittlerweile gefunden hätte. Auf beiden Seiten der Maßbornstraße sollten die Fahrrad-Symbole wieder aufgedampft werden, nur wesentlich mehr. Dafür würde die (illegale) Trennlinie entfallen.

Jetzt. Im August 2016, zweieinhalb Jahre nach der Entfernung des Radstreifens, entsteht zaghaft Hoffnung, dass es vielleicht doch noch eine abschließende Lösung für ein grosses Problem geben könnte. Und dass alle Verkehrsteilnehmer am Ende glücklich sind.

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