02.09.2016 Schiefe Dinger. Der Kreisel von Harheim-Süd.

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So sieht der Kreisel von oben aus.

Nicht nur Pisa hat ein schiefes Ding. Harheim hat auch eins, nämlich den Verkehrskreisel Harheim-Süd. Schon die Entstehungsgeschichte war nicht so ganz geradlinig. Nun ist es das Endergebnis auch nicht. Ursprünglich war für Harheim-Süd überhaupt keine eigene Zufahrt vorgesehen. Der gesamte Verkehr sollte über die Kreuzung am Friedhof und die Spitzenstraße fahren. Noch vor über 10 Jahren als Harheim-Süd gerade geplant wurde, fällte der Ortsbeirat die weise und auch einstimmige Forderung: Da muss ein Kreisverkehr eingerichtet werden, damit die späteren Bewohner von Harheim-Süd auf direktem Wege auf die Verbindungsstraße Bonames – Nieder-Erlenbach gelangen können.

Kreisel-Harheim-Süd

das war der Plan.

Die Planung auf Papier war keine schwierige Sache. Der Erwerb der benötigten Fläche jedoch dann schon. Angeblich gab es einen Harheimer Bürger, der sich standhaft weigerte, einige Quadratmeter Ackerland zu verkaufen, die für die entspannte Planung eines solchen Bauwerks notwendig gewesen wären. So quetschten die Planer den Kreisel gerade so auf die Fläche, über die sie verfügen konnten.

Im September 2013 wurde die Planung den Bürgern und Ortsbeiräten vorgestellt. Die Ortsbeiräte taten sich mit der Zustimmung schwer. Nicht weil der Kreisel eine eigenartige Form haben würde. Sondern nur, weil den weisen Kommunalpolitikern die Verkehrsführung der Buslinien nicht gefallen wollte. Die hätten es lieber gesehen, wenn der Bus über die Spitzenstraße fahren würde. Und der schiefe Kreisel? War damals kein Thema.

Eröffnet wurde der Kreisel dann Anfang 2015. Nun war mit den eigenen Augen zu erkennen, dass der Kreisel zwar gebaut, aber doch etwas windschief aussah. Gleich wurde berichtet, dass nach Schneeglätte fast ein oder zwei Autos aus dem Kreisel gerutscht wären. Obs nun wegen Schneeglätte war oder wegen zu hoher Geschwindigkeit, das lässt sich heute auch nicht mehr klären.

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klar ist: der Kreisel fällt zu den Seiten etwas ab.

Klar ist: der Kreisel fällt zu den beiden Seiten der Umgehungsstraße etwas ab. Verkehrsteilnehmer, die sich an die zulässigen 50 km/h halten, hatten bislang keine besonderen Schwierigkeiten, den Kreisel fahrtechnisch zu beherrschen. Zugegeben, höhere Geschwindigkeiten könnten allerdings schon zu höheren fahrerischen Anforderungen führen.

Daher fragen die CDU in Harheim zusammen mit BFF Ortsbeirat Alfred Quirin den Magistrat, ob es sich beim Kreisel  um einen Bau- oder Planungsfehler handelt und welche Maßnahmen zur Korrektur geplant sind. Fragen kostet nichts. Fragen darf man. Aber wer A sagt muss auch B sagen.

Was wird die Konsequenz sein, wenn der Magistrat keinen Planungsfehler findet? Kreisel abreissen und neu bauen?

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Ortsbeiratssitzung am Montag, 5. September 2016, im Bürgerhaus Harheim, Clubraum

 

 

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