23.09.2016 „Ich bin dann mal weg.“ – Blumenkübel in der Maßbornstraße

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Wir sind dann mal weg….

Die meisten Anwohner in der Maßbornstraße können sich gar nicht mehr so genau erinnern, wann die überdimensionierten Blumenkübel aus wunderschön grauem, modernem Beton vor der Hausnummer vier aufgestellt worden sind. Nur noch der Daseinsgrund ist in Erinnerung geblieben: Dort sollte verhindert werden, dass Autos auf dem Gehweg parken und man nicht mehr aus den Schafgärten in die Maßbornstraße einsehen konnte.

Anfangs, in den Neunzigerjahren, nachdem diese panzersperrenähnlichen Pflanzbehälter aufgestellt worden waren, hatten sich auch noch Pflanzpaten um die Bepflanzung und um die Pflege der Grün-Inseln gekümmert. Das vorbildliche – und auch teuere – Engagement zur Straßenverschönerung hatte jedoch dann sehr darunter gelitten, dass Vandalen wiederholt die Idylle in den Blumenbehältern zerstört hatten. Enttäuscht und frustriert hatten die Blumenpaten im Jahr 2006 – also immerhin vor zehn Jahren schon – der Stadt Frankfurt mitgeteilt, dass sie die Patenschaft und die Pflege der Pflanzinseln einstellen wollen.

Irgendwann haben die zwei Beton-Behälter noch Zuwachs bekommen. Ein deutlich kleinerer Blumentrog – diesmal aus Holz – gesellte sich zu den großen Beton-Brüdern und wurde seither regelmäßig gepflegt und bepflanzt.

In den Beton-Behältern hatte sich in den vergangenen zehn Jahren dagegen ohne Pflege so eine Art Steppe eingestellt die mit „Garten“ nichts mehr zu tun hatte. Deswegen liefen auch die ersten Beschwerden ein: „Wieso wird das eigentlich nicht mehr gepflegt?“ Die Paten des Holzblumenkübels waren offenbar zwar bereit, auch zwei weitere Pflanztröge zu übernehmen, jedoch nicht die überdimensionierten Betonexemplare, sondern nur die etwas leichter beherrsch- und bepflanzbaren Holzkübel. Das Grünflächenamt wiederum winkte an dieser Stelle ab. Holzblumenkübel dieser Art gäbe es nicht mehr im Lager. Und Geld zur Anschaffung sei keines da. Also: Entweder Beton, oder gar nicht.

Damit war das Urteil gefällt. Die grossen dreckiggrauen hässlichen Betonbehälter sind nun abgeholt worden. Abwarten, ob sich jetzt die parkenden Autos wieder ihr ehemals verlorenes Terrain zurückerobern.

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