12.12.2016: „Fahr doch Taxi“. Busfahrer in Harheim raten von Bus und Bahn ab.

bus_cmyk

Hier ist die Haltestelle. Wo bleibt der Bus?

„Fahr doch Taxi“ – die Empfehlung eines Fahrers des 25er Busses Bahnhof Berkersheim sorgte für erhöhten Blutdruck bei einer Fahrgästin, die sich über die Verspätung beschwert hatte und fürchtete, ihre Anschluss-S-Bahn nicht zu kriegen. Tatsächlich sorgt der Kleinbus aktuell häufiger für Stress. Mal sind es die Türen, die sich erst nach einem beherzten Fußtritt schließen lassen, mal die unkonventionelle Fahrweise der Fahrer. Zuletzt hatten Benutzer des Öffentlichen Nahverkehrs sogar befürchtet, dass aufgrund der vielen Beschwerden die Busse in Harheim gänzlich aus dem Verkehr gezogen worden seien, da seit wenigen Tagen der 28er Bus zur U-Bahn in Kalbach häufig ausfällt. Dem RMV sei das zwar bekannt, auf der Internetseite wird auf die Ausfälle auch hingewiesen. Nur weiß niemand, weshalb eigentlich die geplanten Bussverbindungen fast wie im Bermudadreieck verschwinden oder wie lange der Ausfallzustand andauern würde.

Schon seit Monaten schwelt das Bus-Thema in Harheim. RMV-Vertreter waren zur September-Sitzung im Ortsbeirat eingeladen worden, um neben dem SmartTarif auch über die Beschwerden von Fahrgästen zu berichten. Allerdings ließen die Nahverkehrsexperten den neuen Ortsvorsteher Dr. Frank Immel abblitzen. „Keine Zeit“. Seitdem vermuten manche Harheimer, die RMV-Verantwortlichen hätten zum ersten Mal in den Fahrplan geschaut, wie man denn abends mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den offenbar weit von Frankfurts City entfernten Stadtteil gelangen könne.

Nebenbei: Das Problem mit dem in Harheim heftig kritisierten entfernungsabhängigen SmartTarif ist keineswegs vom Tisch. Zwar hatten der neue Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) und Bürgermeister Uwe Becker (CDU) gefordert, den Testlauf zu beenden. In der RMV-Aufsichtsratssitzung im November, die von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) geleitet wurde, klang das jedoch etwas anders. Feldmann stellte sich hinter das RMV-Projekt, angeblich mit den Worten „Wir sind da gemeinsam auf einem sehr guten Weg“. Verständlich. Sofern man nicht auf die Frankfurter Busse und Bahnen angewiesen ist, gibt es viele gute Wege.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s