10.01.2017 Parkplatznot. Mehr öffentliche Stellplätze für Harheim gefordert

parkplatz

Wo findet man in Harheim noch einen legalen Parkplatz?

Mehr öffentliche Parkplätze für das Baugebiet am Urnbergweg. Der Ortsbeirat diskutiert darüber. Warum eigentlich? Was ist gegen mehr Parkplätze einzuwenden? Ausgegangen war der Streit von der Forderung der Harheimer CDU an die Stadt Frankfurt, für das Baugebiet „südöstlich Unrnbergweg“ eine möglichst große Anzahl Parkplätze an den Straßenrändern vorzusehen. Nach Ansicht der CDU reicht in Harheim der vorgesehene eine Stellplatz pro Wohneinheit (entsprechend der Stellplatzverordnung) nicht aus. Im Neubaugebiet würde erheblicher Parkdruck auf die Nachbarstraßen entstehen.

Einzig die Grünen fanden jedoch einige gewaltige Haare in der Suppe, die sie da denn schlucken sollten. Nicht zu wenig Parkplätze gäbe es, sondern zu viele Autos. Jeder Parkplatz koste Geld, rechnete Fraktionssprecher Seuffert vor. Jeder, der im Baugebiet ein Grundstück kaufe, könne entsprechend Stellplätze darauf anlegen. Nur koste jeder private Stellplatz eben privat Geld. Daher wäre die Forderung völlig verständlich, dass doch besser die Stadt Frankfurt und damit letztlich die Allgemeinheit für die Stellplätze bezahlen sollten, auf die die Neubürger dann ihre Fahrzeuge abstellen.

Dieses Interesse könnten die Harheimer Bürger aus der Haintalstraße oder Merzenstraße etwa ja genauso haben. Auch die würden sich freuen, wenn vor Ihrem Grundstück die Stadt Frankfurt öffentlichen Abstellraum baut. Nur würde dies wahrscheinlich begünstigen, dass viele Bürger ihre Autos nicht in ihre eigene Garage oder ihren Hof stellen, sondern lieber in den öffentlichen Raum.

Auf einen weiteren Widerspruch wiesen die Grünen ausserdem hin. Zwar würden die Harheimer überwiegend die Bebauung der Grünflächen auf dem Pfingstberg ablehnen, weil sie Grünflächen erhalten wollen. Da könne man nicht gleichzeitig alle Augen zudrücken und es hinnehmen, dass Grünfläche für Autoabstellplätze versiegelt werde.

Das große Problem sei aber, dass der Antrag nicht in den richtigen Zusammenhang gestellt würde. Die Harheimer haben so viele Autos nicht, weil sie Autonarren seien, sondern weil ein zuverlässiger, regelmäßiger, mangelfreier und barrierefreier Nahverkehr fehlen würde und auch der Radverkehr ausreichend unterstützt würde.

Kritik, der auch die CDU-Fraktion zustimmte. Es gäbe da gar keinen Widerspruch. Und eine Konsensformel wurde schnell gefunden: Es sollen möglichst viele Parkplatze eingerichtet werden – auf den ohnehin versiegelten Flächen.

Zustimmung von allen Ortsbeiräten.  Hoffentlich sieht der Magistrat es auch so.

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