10.03.2017: Und das in Harheim: Eltern fordern Polizeischutz für den Weg zur Schule

In den Schafgärten

Schulweg mit absolutem Halteverbot

„Huch, was ist denn hier los?“ Ein gutes Dutzend Menschen stehen in aller Herrgottsfrühe zu Schulbeginn vor der Grundschule, und beobachten die allmorgendliche Schulwegrallye. Ortstermin wegen Problemen auf den Schulwegen. Besonders am Anfang des Wegs „In den Schafgärten“ stehen die im Halteverbot abgestellten Fahrzeuge vor der Pension Wilsheimer im Fokus. „Könnte man denen nicht regelmäßig eine Verwarnung dranhängen…?“ Die anwesenden uniformierten Ordnungshüter sind wenig zuversichtlich. Rein formal ist die Grenze zwischen öffentlicher Straße und dem Privatgrund nicht ersichtlich. Zudem fehlt eine Beschilderung am Anfang des Halteverbotes. Die Situation ist alles andere als eindeutig. Klar ist nur, dass die im Graubereich abgestellten Fahrzeuge den Schulkindern im Weg stehen. Besonders dann, wenn gleichzeitig auch noch viele andere Kinder im Auto von Muddi oder Vaddi an der gleichen Stelle sich den Weg zur Schule bahnen wollen. Als einzige Lösung schlagen die Fachleute eine Straßenmarkierung vor. An dieser Stelle vor der Pension ist zwar schon ein großes Warnschild auf die Straße aufgesprüht, aber vielleicht wird ja eine zweite Straßenmarkierung überraschend Wunder wirken.

Ein noch viel größeres Problem wächst jedoch allmorgendlich direkt vor dem Schuleingang. Die Verkehrsverhältnisse sind auch schon ohne Baustelle vor der evangelischen Kirche am Eschbachtal chaotisch genug. Jetzt aber versuchen viele Eltern ihren Nachwuchs per Auto möglichst nahe an den Eingang zum Klassenzimmer zu chauffieren. Und da die Anzahl legaler Park- oder Halteplätze in fussläufiger Entfernung äußerst begrenzt sind, wird eben gehalten und geparkt, wo Platz ist, notfalls auch mitten auf der Kreuzung. „Ich will ja nur kurz mein Kind ins Klassenzimmer bringen“. Freundliche Erklärungen, die um Verständnis bitten, die aber auf wenig Nachsicht treffen, weil auch die anderen Eltern genau dieselbe Absicht haben. Die Schulleitung sagt, sie habe die Eltern schon häufig darauf hingewiesen, sich vor der Schule ordnungsgemäß zu verhalten um keine anderen Kinder zu gefährden, allein die Einsicht bei einem Teil der angesprochenen Eltern sei absolut nicht vorhanden. Die Schulelternbeirätin berichtet, beim freundlichen Hinweis an eine mitten-auf-der-Straße-Halterin sei sie bedroht und übelst als „dumme Kuh“ beschimpft worden.

Was im Schluss zum Ergebnis führt: Schulleitung und Elternbeirat bitten um polizeiliche Hilfe, um die Eltern der Schülerinnen und Schüler vor der Grundschule zu ordnungsgemäßem Verkehrs- und Sozialverhalten zu erziehen. „Warum holen wir nicht gleich die Bundeswehr“ wird leise als Kommentar vernommen, aber umgehend wieder zurückgenommen.

Offenbar gibt es in Frankfurts Vorzeigeparadiesstadtteil doch erschreckend massive asoziale Tendenzen.

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