19.03.2017 Ende einer Ära: Dirigent Martin Herrmann verlässt den MVH

Martin Herrmann

Martin Herrmann: gibt ein letztes Mal den Takt an

„Should all aquaintance be forgot..“ das schottische „Auld Lang Syne“ von Robert Burns ist das wahrscheinlich bekannteste und am häufigsten gesungene Abschiedslied dieser Welt. An diesem Sonntagabend war es die letzte der Zugaben des schlicht „Best of 28 Jahre“ genannten Frühjahrskonzert des Musikverein Harheims. Und wenn auch Martin Herrmann am Dirigentenpult seinen Taktstock federleicht zur Musik fliegen ließ, der eine oder andere Zuhörer im Publikum hatte urplötzlich einen Kloß im Hals und das Gefühl, der Dirigentenstab von Martin Herrmann sei schwer wie Blei. Der Posaunist, der Dirigent, der Orchesterchef dirigierte den Musikverein zum letzten Mal. Nach 28 Jahren ist für ihn Zapfenstreich.

„Thank you for the Music“. Der Dirigent in der Ehrenloge.

1989 kam der geborene Kieler, der an der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Künste studierte, aufgrund eines Tipps zum Musikverein und er begann als erstes, das überwiegend aus Polka, Märschen und Walzern bestehende Repertoire ein bisschen durchzulüften und mit Queen und Elvis aufzurocken. Als Kollateraleffekt stieg – vielleicht gerade wegen der neuen Elemente – nicht nur das Niveau sondern auch der Ruf des Orchesters bis hin zum legendären „beste Brass-Band im nördlichen Frankfurt“. Mit Konzerten für Kinder, mit Promenadenkonzerten und mit vielen anderen Ideen holte der MVH mit Martin Herrmann an der Spitze Blasmusik raus aus der Oktoberfestecke im Bürgerhausclubraum und als Ohrwurm wieder rein in die Ohren der Menschen von jung bis alt und quer durch alle Stilrichtungen. Manche der Ensemblemitglieder, die heute nach seinem Taktstock spielen, waren noch gar nicht geboren, als er beim MVH die ersten Takte seiner Mission begann.

And there´s a hand, my trusty fiere
and gie´s a hand o´thine
and we´ll tak a right gude willie-waught
for auld lang syne

Danke, Martin Herrmann.

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