17.08.2017: Wo der Bio tobt. Üppiger Bewuchs im Rinnstein der Spielstraße – muss das weg?

Wo der Bio tobt ....

Spielstraße: Auch hier tobt Bio.

Meterhoch wachsen im Rinnstein des als Spielstraße abgesperrten Teil der Riedhalsstraße Gräser, Unkraut und Büsche. Die Natur holt sich offenbar die Straße zurück. Warum wird das nicht gepflegt?

Einst war die Riedhalsstraße die breiteste Straße in Harheim und extra als Zufahrtsstraße geplant zu einem Schulungszentrum einer Bank. Dieses Schulungszentrum ist aber dann nie gebaut worden. Die Riedhalsstraße dagegen war schon fertig.

Dann wurde die breite Riedhalsstraße mehrfach gesperrt wegen Krötenwanderung im Harheimer Ried und schließlich vor über 25 Jahren als abgesperrte Spielstraße eingerichtet, was zu damaliger Zeit fast zu Revolte und Aufstand geführt hätte. „Straße ist für Autos da und nicht als Kinderspielplatz“ – so waren die Prioritäten klargestellt. Trotzdem blieb das Projekt Spielstraße dauerhaft bestehen.

Vor etwa 10 Jahren war dann der abgesperrte Teil der Riedhalsstraße zur Renaturierung und Entsiegelung vorgesehen, weil die freiwillige Feuerwehr Nieder-Eschbach ausgerechnet im Grüngürtel ein neues Feuerwehrgerätehaus bauen wollte. Sowas geht nur, wenn man Ausgleichsflächen anbieten kann und dafür hätte die Spielstraße dann verwendet werden sollen. Für eine Entsiegelung oder eine Renaturierung  gab es auch schon einmal einen Entwurfsplan, den aber schon seit Jahren niemand mehr im Original gesehen hat. Gegen die Entsiegelung gab es jedoch eine Unterschriftensammlung und etliche Bürger, die angedroht hatten, sich vor den Bagger zu werfen, sollte der die Straße aufreißen wollen.

Der Harheimer SPD war das Biotop im Rinnstein nun ein Dorn im Auge. Um Schäden an der Straße zu verhindern, sollte der Magistrat zusehen, dass der Guerillabewuchs entfernt wird.

Eigentlich könnte das ganz einfach gehen, aber wie immer steckt der Teufel im Detail. Dieser Teil der Riedhalsstraße ist nicht mehr im Straßenbestand der Stadt Frankfurt, wird also daher auch nicht mehr als Straße vom Straßenbauamt gepflegt. Für das Grünflächenamt ist das aber keine Grünfläche. Auf die Pflege von Straßen ist dieses Amt nicht eingerichtet. Außerdem wäre es ja sinnlos, eine Straße wieder herzustellen, die möglicherweise immer noch zur Entsiegelung und Renaturierung vorgesehen ist.

Also darf das kleine Biotop vorerst einmal dort weiterwachsen, bis aus den Ämtern der unteren Naturschutzbehörde eine Antwort kommt, ob die Renaturierung denn immer noch geplant ist.  (hs)

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