05.09.2017: Integratives Wohnprojekt oder Flüchtlingswohnheim – wie geht es da weiter?

Baustelle Wohnprojekt im Niederfeld

Baustelle Wohnprojekt im Niederfeld: Betreten der Baustelle verboten.

„Müsste das Sozialdezernat nicht die Bürger noch mal informieren?“, „Wird da eigentlich gebaut oder nicht?“, „Haben die denn eine Baugenehmigung?“

Fragen über Fragen in der letzten Bürgerfragestunde des Ortsbeirates – allerdings nur wenige Antworten. Das Einzige, was Ortsvorsteher und Ortsbeiräte wussten war, dass sie nichts wussten. Jedenfalls nichts genaues. So wurde der Ortsvorsteher vorgeschickt, einmal Informationen einzuholen. Das allerdings ist nicht ganz problemfrei, da die Kommunikation mit dem Sozialdezernat ein wenig hakt.
Trotzdem lohnt es sich, den Sachstand einmal zusammenzutragen: Investor und Projektentwickler ist die Firma Solgarden. Sie wird auf dem Erbpachtgrundstück drei Gebäuderiegel bauen, in denen eine Übergangsunterkunft für Flüchtlinge, betreutes Wohnen für Seniorinnen und Senioren sowie ein Projekt für gemeinschaftliches Wohnen eingerichtet werden. Vorgesehen sind 90 Plätze für Flüchtlinge und insgesamt 24 Wohnungen für das betreute und das gemeinschaftliche Wohnen. Der Bereich des betreuten und des gemeinschaftlichen Wohnens wird nach der DIN 18040R gebaut, das schließt barrierefreie Grundrissgestaltung und die Erreichbarkeit aller Etagen mit Personenaufzügen ein.

Die anfangs dargestellte Planung, wonach der letzte Gebäudeabschnitt von Solgarden selbst vermarktet oder verkauft werden kann, ist nicht mehr aktuell. Das Liegenschaftsamt hat einer Aufteilung der Erbpachtfläche widersprochen. Daher wird die gesamte Wohnfläche an das Deutsche Rote Kreuz langfristig vermietet und das DRK wird weitervermieten. Teile des Wohnprojektes können somit nicht als Eigentumswohnungen von anderen Interessenten erworben werden. Der Teil des Wohnprojektes mit dem gemeinschaftlichen Wohnen wird ebenfalls vom DRK betrieben.

Eine Baugenehmigung liegt der Firma Solgarden vor. Zur Zeit wird die Fläche noch vom Denkmalamt auf verborgene Gegenstände geprüft. Sobald diese Prüfung abgeschlossen ist, beginnen die Baumaßnahmen. Da die Gebäude nicht unterkellert sein werden, wird mit einer zügigen Fertigstellung gerechnet. Wenn der Bau fertiggestellt ist, werden die Wohnungen nach der Vergabe des DRK bezogen. Die Entscheidung darüber, wer dort wohnen darf und wer nicht, liegt beim DRK. Ein Mitspracherecht der Nachbarn ist nicht vorgesehen. (hs)

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Eine Antwort zu 05.09.2017: Integratives Wohnprojekt oder Flüchtlingswohnheim – wie geht es da weiter?

  1. Anwohner schreibt:

    Sollen es nicht 90 Plätze für Flüchtlinge, 30 für betreutes Wohnen und 24 Wohnungen für das gemeinschaftliche Wohnen sein ? 30 weniger wären natürlich besser.

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