20.10.2017: Jetzt doch! LKW-Verkehr für den Bahnausbau wird durch Harheim geführt.

BerkersheimerBahnhof_9979

Großbaustelle Bahnausbau. Die LKWs werden durch Harheim fahren.

„Für den Bauverkehr an der S6 wird eine eigene Ausfahrt an der B3 gemacht. LKW-Verkehr durch Harheim wird es nur im Ausnahmefall geben“. Gerade fünf Monate ist es her, da wurden das den Harheimer Ortsbeiräten von Vertretern der Deutschen Bahn so gesagt. Erleichterung bei den Stadtteilpolitikern. Die Befürchtung, dass der Weg hoch zur S-Bahn nach Berkersheim für Fahrgäste, aber auch für Fahrradfahrer und Fussgänger über Jahre hinweg nicht mehr nutzbar ist, schien zerstreut zu sein.

Die Grünen im Ortsbeirat wollten das genau wissen und bestätigt haben. Deswegen forderten sie in einem Antrag den Magistrat der Stadt Frankfurt auf, die Öffnung der Zufahrt für den Baustellenverkehr durch Harheim zu verhindern. Die Antwort ist ernüchternd:

„Das planfestgestellte Baulogistikkonzept der DB Netz AG sieht die Zufahrt zur Baustelle über Harheim und somit über die Niddabrücke vor“.

Jetzt sehen wir klar. Das bedeutet: schon von Anfang an war geplant, dass der Schwerlastverkehr zur Baustelle durch Harheim und über die Niddabrücke geführt wird. Man hat es nur den Bürgern und den Ortsbeiräten nicht unbedingt sagen wollen.

Gleichzeitig ergeben die verschiedenen Bautätigkeiten und Planungen nun eben doch wieder einen Sinn. Weshalb wird der Fahrradweg links der Nidda bis zur Homburger Landstraße renoviert, obwohl der Weg alles andere als marode war? Vieles spricht dafür, dass die Radfahrer während der Bauzeit – ob sie wollen oder nicht – eben andere Wege zum Berkersheimer Bahnhof oder nach Preungesheim finden müssen. Und die Ertüchtigung der Niddabrücke, die schon vor etwa vier Jahren im Gespräch war? Wegen den Kleinbussen bräuchte es diese Ertüchtigung nicht. Aber wegen den schweren LKWs zur Baustelle braucht man sie.

Das Fazit ist natürlich frustrierend. Harheim wird während der Bauphase mit Schwerverkehr belastet und gleichzeitig werden die Verkehrswege für Fussgänger und Radfahrer sowohl zur S-Bahn wie auch zur Innenstadt eingeschränkt.

Da bleibt noch die für Harheim bedeutsame Frage, wie nach dem Ausbau auf vier Gleise die Harheimer Bürgerinnen und Bürger nach Berkersheim kommen und die Schienen kreuzen können. Das ist jetzt schade. Dazu hat weder der Verkehrsdezernent noch der Magistrat, aber auch nicht die DB Zeit, sich drum zu kümmern.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu 20.10.2017: Jetzt doch! LKW-Verkehr für den Bahnausbau wird durch Harheim geführt.

  1. dimmer busch schreibt:

    Dann muss die Niddabrücke und die Straße verbreitert werden wegen des Radverkehrs auch am Sportplatz entlang. Ist ja Heute schon zu eng und man wird als Radfahrer von den Linie 25 Bussen abgedrängt, die nicht halten und versuchen einen mit 5cm Abstand zu Überholen oder die einen auf den Gehweg versuchen abzudrängen statt vor der Engstelle zu warten und Radfahrer passieren zu lassen, so wie es laut STVO vorgeschrieben wäre

  2. Karl schreibt:

    Hat das nicht schon der Grüne Dezernent Meier versäumt mitzuteilen ? Ist doch alles bekannt. Die größere Brücke über die Nidda könnte doch schon längst gebaut sein. Die VGF und Busgäste wären bestimmt auch nicht abgeneigt größere Busse einzusetzen. Und die dann neue Omegabrücke ermöglicht doch das überqueren der Gleise? Während der Bauzeit kommt man doch auch bis zur Station Berkersheim. Und nach Preungesheim muss man halt den Schlenker über den Reiterhof fahren oder das Rad über die Brücke tragen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s