01.11.2017: Staatsgeheimnis! Die Pläne zum Berkersheimer Bahnhof bleiben unter Verschluss

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Berkersheimer Bahnhof

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) will die Pläne zum Berkersheimer Bahnhof geheimhalten. Der Ortsbeirat Harheim hatte gefordert, dass die von der DB Netz AG im Jahr 2016 erstellten Entwurfspläne samt Varianten endlich unverzüglich den Ortsbeiräten zur Beratung zur Verfügung gestellt werden. Aber so viel Transparenz und Demokratie ist beim SPD-Dezernenten offenbar nicht vorgesehen. Der Magistrat befinde sich noch in Abstimmung mit der DB Netz AG und sobald eine Lösung vorliegt, würde der Magistrat berichten. Die Nachricht, die sich zwischen den Zeilen verbirgt: Der Magistrat wird alleine entscheiden. Die Meinung und Anregungen der betroffenen Ortsbeiräte sind weder gewünscht noch gewollt. Den Stadtteilbeiräten wird die Entscheidung des Magistrats lediglich irgendwann mitgeteilt.

Wozu sind eigentlich überhaupt noch Ortsbeiräte da?

Der Ausbau der S6-Bahnlinie auf vier Gleise rückt näher und näher. Die Frage bleibt weiter offen, wie die Harheimer zum Bahnsteig am Berkersheimer Bahnhof kommen oder wie sie mit Bus, Fahrrad oder auch zu Fuß die Schienen überqueren können. Nachdem die ursprünglich geplante Unterführung zu teuer wird, hatte schon 2014 das Verkehrsdezernat informiert, dass da nun eher eine Brücke gebaut werden würde. Der Harheimer Ortsbeirat forderte bisher in mehreren Anträgen, dass die Haltestelle für den Zubringerbus nicht weiter als 100 Meter vom Bahnsteig entfernt sein dürfe und dass der Radverkehr zwischen Harheim und Berkersheim weder eingeschränkt und behindert werden solle. Tatsächlich wurden diese Anregungen offenbar auch an die DB weitergeleitet und in die Pläne eingearbeitet.

Allerdings scheint weder Magistrat noch Verkehrsdezernent Lust dazu zu haben, sich mit der Sachlage zu beschäftigen. Derweil läuft den Harheimern die Zeit davon. Spätestens mit Baubeginn an den Gleisen wird die Überquerung der Eisenbahnlinie nicht mehr ohne weiteres möglich sein. Wo der Bus hält und die Fahrgäste die Wanderung zur S-Bahn beginnen weiß auch niemand. Vielleicht alles wieder gut, wenn die zusätzlichen Gleise eingebaut sind? Nein. Leider nicht. Bei vier Gleisen ist ein schienengleicher Übergang mit Bahnschranke nicht zulässig. Der Bahnübergang muss dauerhaft geschlossen werden. Wenigstens für die Fußgänger ist Hoffnung in Sicht. Die 25 Jahre alte „provisorische“ Holzbrücke wird verlängert, damit man auf die andere Seite der Gleise kommen kann. Für Menschen mit Fahrrad oder mit Kinderwagen und für Ältere mit Gehbehinderungen wird dann der Berkersheimer Bahnhof zum Problem. Diese Verkehrsteilnehmer sollten der Einfachheit halber dann aufs Auto umsteigen. Dank dem SPD-Verkehrsdezernenten Klaus Oesterling.

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Eine Antwort zu 01.11.2017: Staatsgeheimnis! Die Pläne zum Berkersheimer Bahnhof bleiben unter Verschluss

  1. Karl schreibt:

    Hier geht es doch wahrscheinlich wie immer um die Kohle. Wer muss zahlen, gibt Zuschüsse ? Bund, Land, Bahn oder Stadt Frankfurt. Wie kommen denn dann eigentlich die Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge an die 2 Häuser?

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