14.03.2018: Berkersheimer Bahnhof: Omega oder nicht – Harheimer wollen Brücke. Bald.

Omega-Brücke

Hier mit einer Brücke über die Schienen? „Nein“ sagen Berkersheimer

Immer näher rückt der Tag, an dem der Bahnübergang am Berkersheimer Bahnhof endgültig geschlossen wird. Aber wie die Schienen dann überquert werden können ist immer noch unklar. Im Streit um das Rüberkommen nach dem Ausbau auf vier Gleise kommen fast täglich neue Ideen und Vorschläge dazu. Besonders der betroffene Ortsbeirat 10 (Berkersheim Bonames u.a.) scheint in der Frage vollständig zerstritten. Grüne und SPD im Harheimer Ortsbeirat wollten nun für die kommenden Verhandlungen für eine klare Positionierung sorgen: Die Omegabrücke Variante 1a sollte es sein, die von den vorliegenden Vorschlägen den kürzesten Fußweg für die umsteigewilligen Reisenden zwischen S6 und Bus25 ermöglicht und gleichzeitig dem Radverkehr die schnellste und einfachste Querung ermöglicht. Zusätzlich würde diese Variante auch die Möglichkeit weiterhin offenhalten, die Buslinie 25 weiter bis nach Berkersheim und vielleicht Preungesheim zu führen. Vielleicht hatten die Grünen und die Roten zu naiv mit der Zustimmung der CDU Ortsbeiräte gerechnet. Diese stellten sich überraschend quer und vertraten plötzlich die Berkersheimer Sichtweise.

Omega-Brücke Berkersheimer Bahnhof

Omega-Brücke Berkersheimer Bahnhof: Variante 1b.

Das Omegabrückenmonsterbauwerk wäre weder gewollt noch für den Zugang zum Bahnsteig vom Bus aus oder für die Radfahrer benötigt. Eine durchgehende Buslinie könnte sehr wohl auch ohne Omegabrücke eingerichtet werden. Dazu müssten eben die Busfahrgäste des 25er umsteigen. Also auf der Harheimer Seite aussteigen, über die Treppe oder Rampe auf die andere Seite laufen und dort könnten sie wieder in die Weiterführung der Buslinie einsteigen. Dass allerdings beim Umstieg vom 25er Bus aus Harheim in den 25er in Berkersheim auf der anderen Schienenseite auch schon mal ein halber Kilometer dazwischen liegen kann, schien die CDU Ortsbeiräte nicht weiter zu stören.

Um wenigstens den Minimalkonsens des kurzen Umstiegweges und der unbehinderten Radverbindung festzuhalten, strichen die Grünen und SPD die Forderung nach einem Omega in der Brücke und veränderten die Sache mit der Buslinie in einen Auftrag, zu prüfen, ob dort eine durchgehende Buslinie eingerichtet werden kann. Ob das aber in den schwierigen Auseinandersetzungen und komplexen Überlegungen ausreicht, und ob der Harheimer Ortsvorsteher die Harheimer Interessen erfolgreich vertreten können wird, das wird man irgendwann einmal sehen. Nicht immer zahlt es sich aus, vorschnell eigene Konzepte zu reduzieren und darauf zu hoffen, die Gegenseite würde dann leichter über Zugeständnisse nachdenken. Denn leider kann man auch gute Ideen, die man voreilig aus der Argumentenliste streicht später nicht wieder einbauen.

So bleibt am Ende die Frage, ob der Harheimer Ortsbeirat mit dem abgespeckten Antrag der Entscheidungsfindung wirklich näher kommt. Denn mindestens für die Harheimer läuft mittlerweile die Zeit davon.

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