29.03.2018: S6-Ausbau: Wenn die Bauarbeiten beginnen – wie kommen Harheimer über die Schienen oder zur S-Bahn ?

Wenn der Bau beginnt: Wie auf den Bahnsteig kommen?

Immer näher rückt der Tag, an dem mit den Bauarbeiten an der Bahnlinie begonnen und der Bahnübergang am Berkersheimer Bahnhof endgültig geschlossen wird. Ob Brücke oder nicht, ob Omega oder nicht, darüber streiten sich Harheimer und Berkersheimer intensiv. Aber was ist ab dem Beginn der Bauarbeiten? Wie werden Harheimer auf den Bahnsteig, zu den S-Bahn-Zügen gelangen? Und wie wird der Radverkehr auf die andere Seite der Schienen kommen?

BerkersheimerBahnhof_Fussbrücke_P1020370

noch steht die 30-Jahre alte provisorische Fußgängerbrücke.

Um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, hatten Grüne und SPD gemeinsam im Ortsbeirat beantragt, dass der Bau der ohnehin erforderlichen fahrradtauglichen Rampe und der Treppen vorgezogen wird, oder aber für Radfahrer und Fußgänger eine ähnliche provisorische Brücke gebaut wird. Vom Widerstand der CDU Ortsbeiräte gegen diesen Vorschlag waren sie doch überrascht. Eine provisorische Brücke würde dort ohnehin gebaut, meinten die christdemokratischen Ortsbeiräte. Und Axel Schmidt (CDU) verwies einmal mehr darauf, dass die Radfahrer ja problemlos über die Unterführung im Wiesengarten fahren könnten. Der Ortslandwirt Schmidt musste allerdings zugeben, dass er selbst dort noch nie mit dem Fahrrad gefahren ist, sondern wenn, dann mit dem Traktor. Da kommen natürlich schon beim einen oder anderen Zuhörer Zweifel auf, ob die Interessen der Fußgänger, Bahnfahrer und der Radfahrer ausgerechnet bei den Ortsbeiräten in guten Händen sind, die sich vorzugsweise mit dem Traktor fortbewegen.

Die Brücke am Wiesengarten.

Ein vorläufiges happy end gab es dann aber doch. Auch die CDU Ortsbeiräte stimmten dem Antrag schließlich zu. Die Frage bleibt aber: haben sich die Grünen und die SPD völlig unbegründet Sorgen gemacht?

Die Beruhigung, die DB würde dann schon selbst eine provisorische Brücke für die Radfahrer und die Fußgänger bauen, teilt der Verkehrsdezernent Klaus Oesterling absolut nicht. Nach seiner Kenntnis hat die DB bis jetzt lediglich darauf hingewiesen, dass die durchgängige Barrierefreiheit nicht gewährleistet werden kann und vorgesehen, dass die vorhandene Holztreppe während der Bauzeit verlängert wird. Diese etwa 30 Jahre alte Holzbrücke, die schon in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts als Provisorium dorthin gestellt wurde, ist weder mit Rampen noch mit

Berkersheimer Bahnhof

Wie kommen die Radfahrer und Fußgänger zukünftig auf die andere Seite?

Schienen ausgestattet, so dass sowohl Fahrräder wie auch Kinderwagen – egal ob bemannt oder unbemannt – die Treppen hoch- bzw. runtergetragen werden müssen. Menschen mit Gehhilfen haben an der steilen Treppe genausowenig Freude. Und der Umweg für die Radfahrer über die Unterführung am Wiesengarten? Jeder, der diese Lösung für eine gute Option hält, sollte einmal dort selbst mit dem Fahrrad bis zum Gasthof Lemp hochfahren, damit er weiß, wovon er redet. Dieser Weg ist ungefähr 60% länger, nachts nicht beleuchtet, und auf Berkersheimer Seite so steil, dass weder hoch- noch runterfahren gefahrlos möglich ist.

Daher gibt es für die Grünen und SPD Ortsbeiräte immer noch viele Gründe, nach der Schließung des Bahnübergangs dringend eine akzeptable Lösung bereitzustellen. Mindestens so viele Gründe, wie es dort Fußgänger und Radfahrer gibt.

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