25.06.2018: Wanderstiefel hilfreich: Bus 25 und der Bahnausbau am Berkersheimer Bahnhof

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Der 25-er Bus zur S6. Wie lange wird der Fussweg sein bis zur Bahnsteigkante?

Die grössten Sorgen der Harheimer Grünen wegen der Bauarbeiten zum Ausbau der S-Bahnlinie S6: wie kommen die Radfahrer über Gleise, wenn der Bahnübergang endgültig geschlossen bleibt? Und: wie kommen die Fahrgäste der Buslinie 25 zu ihrem S6-Bahnsteig beziehungsweise von der S6 zum Bus? Auch die Nieder-Erlenbacher Grünen machen sich darüber Sorgen. Nieder-Erlenbacher sind schließlich genauso betroffen. Jetzt haben die Nieder-Erlenbacher Kollegen eine Antwort des Magistrats erhalten, die unsere schlimmsten Befürchtungen bestätigt und gleichzeitig unsere vielfältigen Bemühungen vom Tisch wischt, dass Magistrat und DB sich darum kümmert, den Benutzern öffentlicher Verkehrsmittel den Umstieg von Bus zu Bahn möglichst einfach zu machen.

Konkret: wenn die Bauarbeiten beginnen, wird die Buslinie 25 nicht mehr unmittelbar bis zu den Gleisen fahren, sondern für den Bus wird unterhalb (nördlich) des Hauses Berkersheimer Bahnstraße 41 eine Buswendeschleife im Feld – und damit in der Landschaftsschutzzone II – angelegt. Von dort aus dürfen dann die Fahrgäste des Busses bei Wind und Wetter, bei Sturm und Regen bis zu der Treppe oder der Rampe wandern, die sie über die zwei neuen Gleise führt und dann noch eine Treppe runter auf den Bahnsteig. Wie weit dieser Weg sein wird, kann beim derzeitigen Stand der Planung nicht angegeben werden. Alleine der Weg vom Bus bis an die Treppe/Rampe wird mindestens 90 Meter betragen, sofern die Behelfstreppe direkt vorne am Berkersheimer Bahnweg aufgebaut wird. Wird die Treppe die heutige provisorische Holztreppe an der gleichen Stelle ersetzen, wird der Weg bis zum Bahnsteig zwischen 200 und 250 Metern liegen. Für Reisende mit Gepäck oder Koffer also ein kleiner Gepäckmarsch zum Fithalten.

hier etwa soll die Bushaltestelle hin

Der Magistrat gibt daher in der Antwort auch freimütig zu „….Ein barrierefreies Zuwegungskonzept während der einzelnen Bauphasen des Streckenausbaus für Fahrgäste, insbesondere Ältere, Gehbehinderte und Personen mit Kinderwagen/Koffern liegt dem Magistrat noch nicht vor.“ Der Magistrat wartet noch auf ein solches Konzept, das die Deutsche Bahn AG vielleicht erstellt. Vielleicht aber auch nicht. Eine rechtliche Verpflichtung dazu während der Bauzeit gibt es nämlich vermutlich nicht. Dabei gäbe es aber gleich mehrere bessere Alternativlösungen. Die DB könnte die Bushaltewarteschleife gegenüber der Hausnummer 41 direkt an den Gleisen anlegen. Eine Fläche, die gelegentlich wohl für die Lagerung von Baumaterialien verwendet wird. Eine weitere Alternative: da direkt neben den neuen Schienen ohnehin ein neuer Wirtschaftsweg eingerichtet wird, könnte der Bus 25 weiterhin fast den gleichen Weg zu den Schienen fahren, und dort an einer neunen Wendeschleife, nur wenige Meter vom heutigen Standort entfernt, die Fahrgäste aus- oder einsteigen lassen. Das entsprechende Grundstück befindet sich im Besitz der Stadt Frankfurt. Hilfreich wäre natürlich dann genau dort eine Behelfsbrücke und Rampe zu installieren, damit die Benutzer des ÖPNV auch noch auf den Bahnsteig kommen.

Diese beiden Alternativen ließen sich ohne Mehraufwand einrichten – wenn der Magistrat und die DB das nur wollten. Leider sieht es aktuell mehr danach aus, als ob DB, Magistrat und Verkehrsdezernent wegen den paar Harheimer S-Bahn-Nutzern erst gar kein Gehirnschmalz investieren wollten. Für die DB ist das noch verständlich. Der Deutschen Bahn geht es darum, Profite zu machen. Da ist allzuviel Fahrgastfreundlichkeit hinderlich. Und der Magistrat und Verkehrsdezernat? Die haben wahrscheinlich andere Probleme, als die, wie ein normaler Harheimer oder Erlenbacher Kinderwagenschieber den Umstieg in die S-Bahn hinkriegt.

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2 Antworten zu 25.06.2018: Wanderstiefel hilfreich: Bus 25 und der Bahnausbau am Berkersheimer Bahnhof

  1. andreas glaubner schreibt:

    Es gibt eine alte Unterführung, ca 1km westlich des Bahnübergangs. Da müsste man nur auf Harheimer Seite und auf Berkersheimer Seite ca 50-100m neu teeren…..

    • hseuffert schreibt:

      Die Idee wurde wegen artesisch gespanntem Grundwasser verworfen, weil die Unterführung weit über 30 Mio Euro kosten würde. Ist wunderbar, wenn man viele neuen Ideen hat. Aber es macht keinen sinn, die längst verworfenen Ideen alle Monate neu zu diskutieren.

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