08.02.2019 Es geht um Schotter. Neues von der Deutschen Bahn

Niddabrücke

Bahnausbau: Auf der Niddabrücke werden zukünftig LKWs zur Baustelle fahren.

Oh, je. Es gibt neues von der Deutschen Bahn! Sie erinnern sich? Die DB wollte die Harheimer Niddabrücke drei Monate lang komplett schließen und ausbauen, damit ein Teil der Baustellen-LKWs über Harheim zur Baustelle am Berkersheimer Bahnhof fahren können.
Für den 25er Kleinbus hatte die DB eine Umleitungsstrecke vorgesehen. Für die F+R (kurz: Fußgänger und Radfahrer) war der DB diese Arbeit zu mühselig. Die sollten selbst zusehen, wie sie über die Nidda und zur S-Bahn oder weiter kommen. Mittlerweile mussten die Planer der DB feststellen, dass sie sich mit dem kleinen Frankfurter Stadtteil Harheim einen unangenehm galligen Gegner ausgesucht hatten. Der obelixformatige Verkehrsdezernent stellte klar, dass es ohne Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer auch keine Genehmigung für die Niddabrückenertüchtigung gäbe. Diesen Steg hat die DB nun geplant. Aber Sie sollten sich nicht zu viel erhoffen. Für die F+R wird etwa 400 Meter flussabwärts in der Nähe der Eckstraße ein Steg über die Nidda gebaut, der direkt auf dem Niddaradweg rauskommt. Wie sie von dort bis zur S-Bahn-Haltestelle Frankfurt Berkersheim kommen, das sollten Sie sich in einer ruhigen Stunde mal ansehen und sich vorsorglich Gummistiefel beschaffen.

Ob diese Nachricht nun eher gut oder eher schlecht ist, das mögen Sie bitte selbst entscheiden. Die Niddabrückenertüchtigung zieht aber noch ein weiteres Problem im Schlepptau, das bei näherem Hinsehen so groß wie das Ungeheuer von Loch Ness werden kann.

Preisfrage: Wer profitiert vom 4-gleisigen Bahnausbau am meisten?

Ursprünglich sollte für den DB-Baustellenverkehr an der B3a eine Baustellenabfahrt gebaut werden damit die täglich rund 200 LKWs weitgehend nicht durch Wohngebiete zur Baustelle fahren müssen. Da hat aber die DB gerade ein massives Problem, denn sie haben wohl immer noch nicht alle erforderlichen Genehmigungen für den Bau der Baustellenstraße und kämpfen außerdem hingebungsvoll mit technischen Problemen unter der B3a Brücke. Die feierliche Eröffnung der Baustellenzufahrt, die schon seit 2018 im Betrieb sein sollte, ist also wieder mal verschoben worden. Jetzt geht man frühestens von vielleicht Mitte des Jahres 2019 aus. Könnte auch später werden. Siehe S21 und BER. Und wenn es noch ein bisschen mehr später wird, lohnt sich der ganze Aufwand gar nicht mehr, weil dann die LKWs alle schon durch sind. Bei einem Gespräch der DB mit den Ortsbeiräten 10 und 14 bestätigte die DB ausdrücklich, dass bei einer Verzögerung dieses Szenario eintreten könnte.

Also: wenn die Bahn den Bau der Baustellenabfahrt Bad Vilbel noch ein wenig verzögert, kann sie richtig Schotter sparen. Dann rumpeln die täglichen 200 LKW ausschließlich über das bockige Harheim.

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3 Antworten zu 08.02.2019 Es geht um Schotter. Neues von der Deutschen Bahn

  1. Neufeld schreibt:

    Ist bekannt, ob die Behelfsbrücke temporär oder von Dauer ist? Für mich wäre diese Lösung nämlich sehr attraktiv und ich fände es schade, wenn das nicht auf Dauer wäre.
    Danke schon mal:-)

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