12.02.2019 Es geht wieder um Schotter. Neues von der Deutschen Bahn Teil 2

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Bahnhof Berkersheim

Wieder einmal setzt die DB Maßstäbe. Nach unten. Und zeigt, wie sehr ihr die Reisenden nach nah und fern, ihre eigenen Kunden am Herzen liegen. Nämlich gar nicht. Mittlerweile läuft der ehemalige Staatsbetrieb Gefahr, die allerletzten Sympathien der Harheimer und Harheimerinnen zu verspielen, und zwar richtig. Die DB muss am Berkersheimer Bahnhof einen Übergang bauen. Barrierefrei wird das nicht sein. Das spart sich die DB. Barrierefreiheit, das soll die Stadt Frankfurt bezahlen.

Spätestens wenn am Berkersheimer Bahnhof die zwei neuen Gleise gelegt werden, wird der beschrankte Bahnübergang abgebaut, die Schranken verschrottet. Bis irgendwann eine Entscheidung über die Formgebung, Wesen und Gestaltung der neuen Omegabrücke getroffen ist, diese erfolgreich das Planfeststellungsverfahren absolviert hat und dann auch noch ausgeschrieben, finanziert und gebaut ist, – was gut und gern ein halbes oder ein ganzes Jahrzehnt dauern kann – werden die Harheimer*nnen über eine provisorische Brücke den Bahnsteig erreichen oder die Gleise überqueren müssen.

Die über 30 Jahre alte provisorische Holzbrücke am Berkersheimer Bahnhof hat ausgedient und wird durch ein anderes Provisorium ersetzt werden. Diesmal aus Stahl. Das hält nämlich länger. Über diese Brücke sollen dann Fußgänger und Radfahrer zum Bahnsteig der S6 und auf die andere Seite der Gleise kommen.

Die Brücke baut die DB. Aber sie baut sie nicht barrierefrei. Das ist der DB einfach zu teuer. Also müssen Reisende mit Koffer, mit Kinderwagen, mit Fahrrad, Rollator, Rollstuhl zusehen, wie sie in den öffentlichen Nahverkehr oder auch nur auf die andere Seite der Schienen kommen. Moment mal? 323 Millionen Euro werden dafür ausgegeben, dass die DB ihre Güterzüge unbehindert und ungebremst durch Frankfurt schicken kann und gleichzeitig die S-Bahn-Kunden 8 Minuten schneller in der Innenstadt sind. Aber behinderten- und elternfreundlich, das kriegt die Deutsche Bahn bei der Summe nicht mehr hin? Dabei profitiert die Deutsche Bahn am meisten von dem Ausbau.

Spätestens jetzt merken die Menschen und Bahnkunden im Frankfurter Norden, dass es den DB Planern knallhart um Profit geht und nicht um Menschen, nicht ums Niddatal, nicht um umweltverträglichen Nahverkehr. Der Staatsbetrieb DB, tief verschuldet, defizitär und steuergeldfinanziert, plant noch immer wie in guten alten Zeiten des Kalten Krieges über die Bedürfnisse der Menschen hinweg.

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