26.02.2019: Wohnhaus oder Feuerwehr? Was wird aus dem Baugrundstück neben dem Netto?

Altkönigblick

Wohnungen oder Feuerwehr? Wer soll neben den Netto?

Mehrfamilienhäuser neben dem Netto? Da haben die Harheimer Stadtteilpolitiker nicht schlecht gestaunt, als sie aus ihrem Postpaket aus dem Römer die Vorlage M14 herausgezogen und gelesen haben. Das Grundstück neben dem Netto-Markt, diese brachliegenden 1557 m² auf denen schon mal die Container für die übergangsweise Unterbringung der KT96 gestanden haben, genau diese Fläche will der Magistrat im Erbbaurecht an die ABG Frankfurt Holding überlassen, damit die ABG dort Mehrfamilienhäuser baut. Eigentlich wäre da nichts dagegen einzuwenden. Wohnraum ist gesucht in Frankfurt und die ursprüngliche Uraltidee, dort kleine Läden und Gewerbeeinheiten zu bauen, damit ein Schuster, eine Reinigung oder eine Masseurin ihrem Kleingewerbe nachgeht, hat nie wirklich Interessenten angezogen. Sondern eher abgeschreckt. Nun ist es in Harheim aber kein Geheimnis, dass die freiwillige Feuerwehr dringend und händeringend nach einem neuen Standort sucht. Das jetzige Feuerwehrhaus ist nicht nur in die Jahre gekommen. Es entspricht gar nicht mehr den Anforderungen und die Tore zur Fahrzeughalle sind zu niedrig. Die modernen Feuerwehrfahrzeuge sind allesamt höher, und passen dort selbst dann nicht mehr rein, wenn man nach dem einfahren der Leiter auch noch die Luft aus den Reifen ablassen würde. (Fast) alle anderen freiwilligen Feuerwehren in Frankfurt sind mit hochmodernen Fahrzeugen ausgerüstet worden. Nur nicht in Harheim. Da kommen die nicht in die Halle.

Ruhige Wohnlage am Ortsrand

Aus diesem Grund haben die Harheimer Ortsbeiräte Ende 2016 in einem gemeinsamen Antrag gefordert, dass das Gelände neben dem Netto der freiwilligen Feuerwehr für ein neues Feuerwehrgerätehaus zur Verfügung gestellt werden soll. Und sie haben die Antwort bekommen, dass das BKRZ (Brandschutz- Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum- Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH) diese Fläche erwerben könne.

Möglicherweise war die Feuerwehr aber da einfach nicht schnell genug und haben versäumt, zeitnah zuzugreifen. Vielleicht war der Chef der ABG Holding, Frank Junker, schneller und hatte schon mal ein Auge auf dieses Grundstück geworfen.

Wie das Rennen um dieses Areal nun ausgeht ist unklar. Die Harheimer Ortsbeiräte wollen jedenfalls an der Absicht festhalten, dass zukünftig von dort, neben dem Netto, die Brandbekämpfer*nnen der Freiwilligen Feuerwehr Harheim zu ihren Einsätzen starten. Und sich nicht erst durch den Entenpfad durchquälen müssen, wo täglich etliche hundert Kinder auf dem Weg zur Schule oder Kinderzentrum wandeln.

Wenns mal brennt, besser doch die Feuerwehr neben dem Netto?

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