28.05.2019: Europawahl: Noch fällt die CDU Hochburg nicht. So wurde in Harheim gewählt.

Europawahl

So haben Harheimer*innen gewählt..

Aufatmen bei den Wahlhelferinnen und Wahlhelfer als pünktlich um 18 Uhr die Stimmabgabe geschlossen wurde und sich viele emsige Hände an die Auszählung der Zettel machten. Diejenigen der Beisitzer und Wahlvorstände, die auf einen ruhigen Sonntag gehofft hatten, hatten sich geirrt. Ein ständiges Kommen und Gehen der Wahlstimmenabgebungswilligen hatten dem Leerlauf keine Zeit übrig gelassen. Am Tagesende lag die Wahlbeteiligung in Harheim bei 65,5%. Aber damit liegt der wahlbeteiligungsmäßig an Spitzenwerte gewöhnte Stadtteil in Frankfurt gerade mal knapp an zehnter Stell und muss sich nicht nur Nieder-Erlenbach geschlagen geben, sondern auch noch so seltsamen Stadtteilen wie Dornbusch, Bockenheim, Nordend-Ost, Westend-Süd oder Sachsenhausen-Nord.

Nach der Auszählung aller Stimmzettel waren die Sieger und Verlierer in Harheim klar erkennbar. Die Günen hatten auch in Harheim mit 11,3% stark zugelegt. Die FDP konnte mit +3,3% ebenfalls Stimmengewinne verbuchen. Die anderen Parteien mussten dagegen mehr oder weniger deutlich Federn lassen.

  2019 2014  +/-
CDU 29,4 33,6 -4,2
SPD 14,6 24,7 -10,1
Grüne 27,0 15,7 11,3
AfD 8,4 10,3 -1,9
Linke 3,6 5,8 -2,2
FDP 6,9 3,6 3,3

(abgegebene Stimmen 2019: 2193

Interessant ist allerdings, dass sich die Ergebnisse der 575 Harheimer Briefwähler deutlich abheben. Schaut man sich diese Gruppe der Wähler, die in der o.g. Tabelle enthalten ist, alleine an, ergibt sich folgendes Bild:

nur
  Gesamt Briefwahl  +/-
CDU 29,4 35,3 -5,9
SPD 14,6 14,9 -0,3
Grüne 27,0 24,1 2,9
AfD 8,4 5,6 2,8
Linke 3,6 2,4 1,2
FDP 6,9 8,6 -1,7

Dabei zeigt sich aber auch in anderen Stadtteilen, dass der CDU-Anteil bei den Briefwählern in einem Bereich von 3-6 % höher ist, als der Präsenzwähler. Und adäquat ist der Anteil der Grün-Stimmen bei den Briefwählern geringer.

Natürlich unterliegen diese Daten zufälligen Einflüssen, die nicht exakt gemessen werden können. Dennoch bleibt die Vermutung, dass Ereignisse, die kurz vor dem Wahltag stattgefunden haben, so wie etwa der Ibiza-Skandal in Österreich aber auch das Rezo-Video in Youtube, bei den Präsenzwählern an der Urne eine spürbare Wirkung hinterlassen haben.

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