29.05.2019: Die Wilsheimer. Das erste Buch im Harheimer öffentlichen Bücherschrank.

Bücherschrank

Also doch. Ortsvorsteher Frank Immel stellt „Die Wilsheimer“ in den Bücherschrank

Ortsvorsteher Frank Immel war sich gar nicht so sicher, ob er das Buch in seinen Händen wirklich zur Einweihung als erstes Buch in den funkelnagelneuen öffentlichen Bücherschrank stellen wollte. Vielleicht besser gleich mitnehmen? „Die Wilsheimer“ war eine sechsteilige Fernsehserie aus dem Jahr 1987, die in dem fiktiven Ort Wilsheim spielte. Die Story war zusätzlich in Buchform erschienen. Gedreht aber wurde in dem beschaulichen Stadtteil Harheim und mit hochkarätiger Besetzung. Die Liste der Schauspieler führte unter anderem Hansjörg Felmy, Gila von Weitershausen, Monica Bleibtreu, Iris Berben, Sibylle Nicolai und Lia Wöhr auf. Die Personen, die die Schauspieler spielten, waren geradezu maßgerecht auf bekannte Harheimer Einwohner zugeschnitten. Kein Wunder also, dass sich der Ortsvorsteher nur schwer von dem seltenen antiquarischen Prachtstück trennen konnte. Aber nicht nur er allein sondern eine stattliche Anzahl Harheimer Bücherfans rückte mit Bücher unter dem Arm an um den panzerstahlbewehrten einbetonierten Bücherschrank mit allerlei Lesenswertem zu bestücken.

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Wolfgang Menges bei der feierlichen Enthüllung.

Dass es in Harheim überhaupt einen öffentlichen Bücherschrank gibt, das ist zu einem großen Teil  dem SPD-Ortsbeirat Sebastian Menges zu verdanken. Die Fraktionen im Harheimer Ortsbeirat hatten zwar schon lange Jahre den Wunsch nach so einer Einrichtung gehabt, allerdings hätten die Investition von anfangs € 5000,00 den Ortsbeirat gesprengt. Mittlerweile kostet so ein Schrank sogar schon knapp siebentausend Euro. Da hätte der Ortsbeirat Jahre sparen müssen. Aber Sebastian Menges warf nicht nur die Idee eines Crowd-Fundings ins Gespräch sondern setzte diese Idee auch nachhaltig zusammen mit dem Harheimer Vereinsring um. Bis zur Eröffnungsminute sind zur Überraschung der Ortsbeirate sage und schreibe € 6608,63 an Spenden eingegangen und der Bücherschrank ist daher bis auf einen kleinen Rest damit finanziert.

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Auch Sebastian Menges, Initiator der Idee, bestückt den Schrank mit Lesenswertem.

Dass der anthrazitfarbene edelunauffällige Bücherschrank gleichzeitig die in die Jahre gekommene und nicht weiter genutzte Kinderlitfaßsäule vom Standort verdrängt hat ist den meisten Einweihungsfeiernden gar nicht weiter aufgefallen. Oder sie haben es als Kollateralnutzen befriedigt zur Kenntnis genommen. Und dass der Bücherschrank ordentlich betreut wird, dafür sorgen die zwei Paten, die auch ein Auge darauf haben werden, dass sich keine unerwünschte Werbung darunter befindet.

 

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