12.12.2019: Josefstadt wird nicht gebaut. Wird jetzt die Bebauung des Pfingstbergs wieder aktuell?

Baugebiet9464

„bauen, bauen, bauen“ oder „pflanzen, pflanzen, pflanzen“?

Bumm. Das Lieblingsprojekt von Planungsdezernent Mike Josef (SPD) ist geplatzt. CDU, SPD und Grüne in der Regionalversammlung haben dem neuen Stadtteil Frankfurts, die „Josefstadt“ auf beiden Seiten der A5, einfach den Stecker gezogen. Regionalversammlung? Das ist das Gremium, das die Region Südhessen plant. Das Gremium, in dem die Nachbarkommunen vertreten sind. Das Gremium, das Mike Josef vielleicht unterschätzt hat. Dieses Gremium hat beschlossen, dass für den künftigen Regionalplan festgesetzte regionale Grünzüge weiterhin gelten sollen und Eingriffe von mehr als fünf Hektar grundsätzlich ausgeschlossen sind. Damit bewertet die Regionalversammlung Grünzüge deutlich höher als der Frankfurter Planungsdezernent. Der ländliche Raum sei unverzichtbarer und gleichberechtigter Teil der Region und der müsse gefördert und gestärkt werden. Es müsse Grenzen des Wachstums geben, meint der CDU-Fraktionsvorsitzende der Regionalversammlung, Jürgen Banzer, und wiederholt nach langer Zeit ein altes, vergessen geglaubtes Mantra der Grünen. Als einziges Hintertürchen für Frankfurt bliebe da noch eine Fläche östlich der A5 für etwa 4000 Wohnungen.

Pfingstberg

Noch nicht bebaute Ackerfläche am Pfingstberg.

Die Diskussion über neue Baugebiete war schon lange zwiespältig geführt worden. Im Klimaanpassungsförderprogramm der Stadt Frankfurt war klar beschrieben, dass die Ursachen für die Überwärmung in der Innenstadt die Nachverdichtung in Wohnquartieren und die Umwidmung von Freiflächen zu Siedlungsgebieten sind. Gleichzeitig sollen drei Kilometer weiter viele Hektar Grünfläche und Ackerland zugebaut werden.

Ein Freudentag also für alle, die Grünflächen schützen wollen und denen das Glaubensbekenntnis „bauen, bauen, bauen“ zu naiv gestrickt war? Nein, so einfach ist es nicht. Planungsdezernent Mike Josef will und muss Erfolge vorweisen können. Also könnte die naheliegende Reaktion sein, dass die längst in der Schublade begrabene Planung für einen großen, neuen Stadtteil auf den landwirtschaftlichen Flächen am Frankfurter Pfingstberg zwischen Nieder-Eschbach, Nieder-Erlenbach und Harheim reaktiviert werden.

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