29.12.2019: Probleme lösen à la Deutsche Bahn: Umleitungen für illegalen Fahrzeugverkehr, dafür Vollsperrung für Radfahrer. Niddabrücke wird voll gesperrt.

Niddabrücke Harheim

Niddabrücke in Harheim wird für etwa 14 Tage voll gesperrt.

Bislang nur Gerücht, jetzt amtlich. Die Niddabrücke zu Harheim wird ab 13. Januar völlig gesperrt. Das betrifft sowohl die Verbindung zwischen Harheim und Berkersheim. Genauso aber den Niddaradweg zwischen Bad Vilbel und Eschersheim. Es betrifft Radfahrer genauso wie Fußgänger. Auch das morgendliche Joggen zur S6 endet am Niddaufer. Noch schöner wird’s für die Fahrgäste, die am Berkersheimer Bahnhof aussteigen und sich zu Fuß ins nahegelegene Harheim machen. Vielleicht hätten die Planer bei der Deutschen Bahn daran denken können, den Stall vom Harheimer Weihnachtsmarkt auf der anderen Seite der Nidda aufzustellen, damit Reisende, die das Ziel zwar vor Augen haben aber dennoch nicht zum Ziel gelangen können, dort für eine Nacht unterkommen. Denn bei der Informationspolitik der Deutschen Bahn kommt vermutlich ein Reisender, der zu Fuss seinen Weg fortsetzt, nach der Eisenbahnerlogik gar nicht vor, also muss man ihn auch nicht warnen.

Niddabrücke Harheim

Hier ist bald kein Durchkommen, damit die Brücke für den LKW-Verkehr verbreitert werden kann.

Natürlich können technische Problemlösungen etwas total Nüchternes sein. Doch hin und wieder drängt sich hinter aller Sachlichkeit eine unübersehbar deutliche Symbolik auf. Was mag das wohl bedeuten, wenn ein Logistik-Betrieb wie die Deutsche Bahn für den ohnehin verbotenen Autoverkehr großflächige Umleitungsschilder aufstellt, den legalen und gut genutzten Radverkehr kommentarlos unterbricht. Erfahrenen Psychoanalytikern würde bei der Blutgrätsche gegen Konkurrent Radverkehr so allerlei einfallen.

Niddabrücke Harheim

ein kleines Schild für die Radfahrer und Fußgänger, die hier normalerweise (legal) verkehren….

Natürlich haben wir Grüne Verständnis, wenn bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung auch schon mal Normalbürgerinnen und Bürger von Unannehmlichkeiten betroffen sind. Eine 14-tägige Vollsperrung des Bad Homburger Kreuzes würde die DB vermutlich nicht ohne Informationen und Umleitungen durchkriegen. Aber hier in Harheim geht’s bei einer 14-tägigen Vollsperrung eines Radverkehrsknotenpunkt ja „nur“ um ein paar Fussgänger und Radfahrer. Die sollen eben anderswo spielen. Dafür haben wir Grüne kein Verständnis. Das zeigt nur, wie rückständig die Planer der DB auch im Jahre 2020 noch sind.

Niddabrücke Harheim

… dafür aber ein großes Schild mit Umleitung für die Autos, die illegal nach Berkersheim fahren möchten.

Genug der Worte: Achtung Radfahrer und Fussgänger! Ab dem 13. Januar wird die Harheimer Niddabrücke gesperrt. Von Harheim aus kann der Berkersheimer Bahnhof und die S6 und auch die Innenstadt per Rad über diesen Weg nicht vorläufig nicht mehr erreicht werden.

Achtung Radfahrer auf dem Niddaradweg. Ab Harheim kann der Niddaradweg über den Harheimer Weg in Bonames und die Homburger Landstraße irgendwie fortgesetzt werden. Es ist mit erheblich längeren Fahrtzeiten zu rechnen.

Na denn, Guten Rutsch und Gute Reise.

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Eine Antwort zu 29.12.2019: Probleme lösen à la Deutsche Bahn: Umleitungen für illegalen Fahrzeugverkehr, dafür Vollsperrung für Radfahrer. Niddabrücke wird voll gesperrt.

  1. James Newman schreibt:

    Dann muss der nördliche Feldweg zwischen Bonames Nordpark (neue Brücke über Nidda Altarm) bis nach Harheim endlich geteert werden. Also als Umleitung. Alles andere ist inakzeptabel. Oder zumindest neu geschottert werden. Ist bei Regen schon wieder eine riesige Matsch-Pfützenlandschaft. Nicht nur der Feldweg auch der Weg durch den Nordpark und der Teilgeteerte Weg von Harheim kommend (2 riesen Matschpfützen da der Teerweg unterhalb des Ackers liegt)

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