20.01.2020 Niddabrücke gesperrt.

Niddabrücke

Ende einer Dienstreise an der Nidda

Die Niddabrücke ist seit Montag gesperrt. Der S-Bahnhof Frankfurt Berkersheim kann weder zu Fuß, noch mit Fahrrad und auch nicht per Bus erreicht werden. Viele Harheimerinnen und Harheimer sind von ihren gewohnten Verbindungen zu Schule und Arbeitsstelle abgeschnitten. Wer also kein eigenes Auto vor dem Haus hat, dem bleibt nur noch die deutlich längere Umleitungsstrecke mit dem Bus 25. Verbunden mit einer etwa 15 Minuten längeren Fahrtzeit. Schlimmer als die Harheimer, die nach Berkersheim wollen und vor der Brücke bedröppelt in die Nidda schauen, sind die S6-Fahrgäste dran, die in Berkersheim aussteigen, durchs schöne Niddatal bis zur Niddabrücke laufen, und sich dann Fragen, wie die Reise denn weitergehen soll. Mindestens bis zum Sonntag hatte die Deutsche Bahn es für überflüssig gehalten, aussteigende Fahrgäste mit deutlich sichtbaren Hinweisschildern zu warnen.

Niddabrücke

..für höchstens zwei Wochen gesperrt…. (O-Ton DB)

Auf diese Situation hatten die Grünen in Harheim seit rund 15 Monaten nachdrücklich hingewiesen, waren aber von Magistrat und von der DB Netze AG mit Zusagen und Versprechnungen beruhigt worden, die aber allesamt nicht eingehalten wurden. Dass Radfahrer und Fußgänger nicht so ganz ins Geschäftsmodell der DB passen, ist noch nachvollziehbar. Dass die Interessen der Radfahrer und Fußgänger am Stadtrand der Fahrradstadt Frankfurt von Magistrat und Verkehrsdezernat ignoriert werden, ist ärgerlich. Gut dran ist, wer rechtzeitig vorgesorgt und einen Job mit Dienstwagen geangelt hat.

Niddaradweg

Auch der Niddaradweg ist betroffen. Fahrradverkehr wird über Bonames umgeleitet.

Betroffen sind übrigens nicht nur Harheimer, sondern auch der Stadtteil Nieder-Erlenbach auf der Frankfurter Gemarkung und die Fahrradfahrer aus Bad Vilbel, weil sie auf dem Niddaradweg an der Harheimer Niddabrücke nicht auf die andere Flussseite wechseln können. Für diesen Radverkehr wurden eine Reihe von Umleitungsschilder aufgestellt und die Radfahrer Richtung Bonames geschickt.

Die Harheimer Grünen hatten seit September 2018 immer wieder darauf hingewiesen, dass für den Fußgängerverkehr und Radverkehr die Verbindung über die Brücke nicht ersatzlos gekappt werden dürfe. DB und Magistrat hatten danach zwar versprochen, dass das THW vorübergehend eine provisorische Ersatzbrücke einrichtet. Aber im allerletzten Moment muss der DB Netze AG überraschend aufgefallen sein, dass die Pegelstände in der Nidda zu unterschiedlich sind, um eine Pontonbrücke über mehrere Tage einzurichten.

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