12.02.2020: Schon wieder! CDU Harheim stimmt gegen Barrierefreiheit.

Brücke

Das ist NICHT barrierefrei

Liegt es nur daran, dass die Grünen Antragsteller sind? Oder haben die CDU-Ortsbeiräte die komplizierte Sachlage am Berkersheimer Bahnhof nicht verstanden? Wir wissen es nicht und es bleibt ein Rätsel. Dabei ist es gar nicht so schwer. Es geht um den Berkersheimer Bahnhof und den Ausbau auf vier Gleise. Und es geht um die Frage, wie Fußgänger und Radfahrer die Gleise überqueren können oder wie sie auf den Bahnsteig kommen. Denn der beschrankte Bahnübergang wird in absehbarer Zeit für immer geschlossen und beseitigt. Und die 30 Jahre alte steile provisorische Holzbrücke wird abgeräumt, weil zu kurz.

Im Endzustand sollen dort zwei Brückenbauwerke entstehen, nämlich die Omegabrücke, für  Fahrzeuge, Radfahrer und landwirtschaftlichen Verkehr und zusätzlich ein Brückenbauwerk für Fußgänger und Radfahrer, um auf den Bahnsteig zur S6 zu gelangen. Über diese Brücke könnten die Gleise ebenfalls überquert werden. Wann die Omegabrücke einmal stehen wird, ist unklar, sie ist bis jetzt weder geplant, noch beschlossen. Das kann 10 oder 15 Jahre dauern. Die Brücke für Fußgänger zu den Gleisen wird gebaut, sobald die Verlegung der zusätzlichen Gleise abgeschlossen ist. Aber: was ist während der Bauzeit? (Die provisorische Holzbrücke ist bald nicht mehr da).

Barrierefrei?

Auch das ist nicht barrierefrei: 80 cm breiter kombinierter Fahrrad- und Gehweg an der Niddabrücke

Die DB Netze AG hat angegeben, dass die Holzbrücke während der Bauzeit durch eine provisorische Metallbrücke ersetzt wird. Da das eine provisorische und baustellenbedingte Einrichtung ist, wird sie nicht barrierefrei sein. Menschen mit Kinderwagen, schwerem Gepäck, Rollator, im Rollstuhl werden also nicht in jedem Falle auf den Bahnsteig gelangen oder die Schienen überqueren können. Wenn die Stadt Frankfurt diese Brücke unbedingt barrierefrei haben will, soll die Stadt Frankfurt auch die Kosten übernehmen.

An dieser Stelle kann man den Unterschied zwischen Optimisten und Pessimisten sehr leicht erklären. Optimisten sind Menschen, die auf die Aussagen von DB und Stadt Frankfurt grundsätzlich vertrauen. Als Pessimisten lassen sich Menschen bezeichnen, die aufgrund der schlechten Erfahrungen mit DB oder den kommunalen Magistratsmenschen mit Vertrauen sehr sparsam umgehen. Wenn die neue provisorische Metallbrücke auch nur halb so lange steht, wie das Vorgängermodell aus Holz, dann haben Kinderwagenschieber, Rollatorenbeweger, Radfahrer und Rollifahrer eben geloost.

Und genau aus diesem Grund haben die Grünen beantragt, dass auch diese – als provisorisch bezeichnete – Brücke barrierefrei sein muss. Diesen Antrag hatte CDU und BFF am 18.3.2019 abgelehnt. Der Antrag wurde von den Grünen aktuell erneut gestellt und ist am 10.2.2020 genauso überraschend von CDU und BFF wieder abgelehnt worden.

In der Diskussion beharrte der CDU-Ortsvorsteher Dr. Frank Immel und der CDU-Fraktionssprecher Stefan Quirin darauf, dass die CDU selbstverständlich immer für die Barrierefreiheit der Brücken gewesen sei und CDU-Ortsvorsteher Immel listete sogar die entsprechenden Anträge einzeln auf. Eine Begründung, weshalb die CDU nun wiederholt gegen die Forderung nach Barrierefreiheit stimmt, wurde nicht gegeben.

Wo sie das nachlesen können? Nein, greifen Sie nicht zu Grimms Märchen. Viel einfacher geht das mit Parlis, die Links sind hier:

Antrag der Grünen vom 18.03.2019

und

Antrag der Grünen vom 10.02.2020

 

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