24.07.2020: Neu an der Pfarrwiese: analoge Parkhilfen sorgen für freie Gehwege.

Pfarrwiese

An der Pfarrwiese, neu! Jetzt sind die Parkflächen für Autos angezeichnet.

Immer mehr Fahrzeuge bei gleicher Straßenfläche? Logisch, dass es dann schwieriger wird, einen Parkplatz für das eigene Auto zu finden, sofern keine (Tief-)Garage da ist. Oder wenn die Garage als Abstellfläche für was anderes gebraucht wird. Von 2008 bis 2018 ist der Fahrzeugbestand in Frankfurt um 15% gestiegen. Das wird auch in Harheim so sein. Aber ohne, dass die Stellfläche mitgewachsen ist. So ist es keine Überraschung, dass Schwierigkeiten zunehmen, nach Feierabend für das eigene Gefährt einen Abstellplatz für die Nacht zu finden, der wenigstens in der Nähe der eigenen Haustüre liegt. Und genauso naheliegend ist, dass verzweifelte Parkplatzsucher dann das eigene Auto notfalls auch irgendwo hinstellen, wo es nicht so direkt erlaubt ist. Auf den Gehweg zum Beispiel. Das ist verboten. Jeder, der den Führerschein nicht gerade beim Jahrmarkt geschossen hat, weiß das. Aber was will man machen, wenn kein Parkplatz da ist, wo man ihn braucht?

Pfarrwiese

So wars bisher: Wenig Verständnis und wenig Platz für Fussgänger. Und für Kinderwagen schon mal gar kein Platz.

Und so kommt es irgendwann unvermeidbar zum anschwellenden Ärger und Konflikt, wenn die Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, auf die Straße ausweichen müssen, denn der Gehweg ist zugeparkt. Besonders schwierig ist das für die Rollator-Generation oder Rollstuhlfahrer. Aber auch Kinder unter acht Jahren dürfen mit ihrem Fahrrad nicht auf der Straße sondern nur auf dem Gehweg fahren. Und Vorsicht, liebe Eltern: fährt ihr Kind alleine und auf der Straße statt Gehweg, sind Sie bei der Haftung ganz schnell dran, und das parkende Fahrzeug auf dem Gehweg ist keine Entschuldigung.

Nachdem es in dem südlichen Teil der Straße „An der Pfarrwiese“ (gegenüber Spielplatz in den Biegen) immer wieder zu Beschwerden von Anwohnern gekommen ist, dass die Gehwege zugeparkt sind, hatte der Ortsbeirat versucht, eine verträgliche Nachbarschaftslösung zu finden. Die Straßenverkehrsbehörden hatten den Vorschlag, eine verkehrsberuhigte Zone einzurichten, jedoch abgelehnt und als maximales Entgegenkommen Parkwinkel vorgeschlagen. Also die Markierung der Parkflächen für Autos. Nach mehreren Diskussionsrunden hatten sich die Ortsbeiräte darauf geeinigt, dass auf einer Seite der Straße diese Parkflächen markiert werden sollten und die Stadtteilpolitiker hoffen dabei, dass diese „analoge Parkhilfe“ dauerhaft zu Verständnis und einer Entspannung zwischen den autoparkenden und den fussgehenden Nachbarn führt. Die Alternative wäre gewesen: den Magistrat aufzufordern, regelmäßig den ruhenden Verkehr zu kontrollieren – sprich: regelmäßig kostenpflichtige Knöllchen unter die Scheibenwischer zu klemmen. Das aber wollte keiner der Ortsbeiräte.

Ein erster Blick ein paar Tage nach dem Markieren der Parkflächen zeigt, dass die parkenden Fahrzeuge nun tatsächlich wenigstens auf einer Seite nicht mehr auf dem Gehweg parken. Schön, wenn sich das auch in Zukunft so einbürgern würde.

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