16.08.2020 Ferienzeit vorbei. Die Bahn bastelt weiter an Eisenbahn und Harheimer trainieren für Schienenersatzverkehrrallye.

DB

Die Bahn braucht viel Schotter…

Zum Leidwesen der Daheimgebliebenen: Die Deutsche Bahn hat die Ferienzeit intensiv genutzt um weiter am S6-Ausbau zu basteln. Damit sie zügig weiterkommen, waren ein paar logistische Änderungen erforderlich, die zum großen Bedauern der DB Netz AG den Harheimer Benutzern des öffentlichen Nahverkehrs längere Fußwege steil bergauf beschert haben. So musste der Schienenverkehr teilweise auf den beliebten Schienenersatzverkehr verlagert werden. Da mussten sich die Harheimer aber sputen, wenn sie den schienenersatzverkehrenden Bus kriegen wollten. Denn der fuhr nicht wie in der Fahrplanauskunft im Internet angegeben am Berkersheimer Bahnhof, sondern an der etwa 900 Meter und 12 Minuten entfernten Haltestelle Berkersheim-Mitte. Die korrekte Information hatte man sich bei der DB eingespart. Ist ja logisch und vermutlich kommen die Harheimer ja irgendwann von alleine drauf, dass der Busverkehr mit den großen Bussen gar nicht bis zum Berkersheimer Bahnhof fahren kann, auch wenn das die LKWs zu den DB-Baustellen regelmässig schaffen.

Frankfurter Berg

Umleitung

Bedauerlicherweise hatten die Harheimer für diese Umstände eher wenig Verständnis und sie hatten vorgeschlagen, der 25er Kleinbus könne doch von Harheim aus über den Bahnübergang und weiter die Berkersheimer Bahnstraße bis zur Haltestelle Berkersheim-Mitte fahren. Verständlich natürlich, dass die DB-Bauexperten dazu wenig Lust hatten. Dann würde zwischen den LKWs ja auch noch so ein dusseliger Kleinbus hin und her fahren und die Bauarbeiten zusätzlich aufhalten. Also hatten sie dem Vorschlag das Etikett „alternativlos“ verpasst und damit war alles wieder in bester Ordnung. Was „zumutbar“ ist und was nicht, nun, darüber gibt es keine exakten Angaben. Die Harheimer sollen froh sein, wenn sie überhaupt zum Frankfurter Tarif mitfahren dürfen.

25erBus_8977

Schienenersatzverkehr – aber nicht da, wo man ihn vermutet

Aber nicht nur am Berkersheimer Bahnhof arbeitet die DB nachhaltig an ihrem schlechten Ruf, am Frankfurter Berg ebenso. Dort ist die alte eiserne Omegabrücke abgebaut worden und eine Behelfsbaubrücke soll einspurig und ampelgeschaltet den KfZ-Verkehr über die Schienen bringen. Die Planung, nach der diese Behelfsbrücke ab dem 17. August, also mit Ende der Ferienzeit, befahren werden kann, hat sich irgendwie nicht erfüllt. Da ist etwas dazwischengekommen. Diese Brücke wird erst wahrscheinlich vielleicht am 20. September befahren werden. Wer in der zwischenzeit von Bonames nach Frankfurter Berg, Preungesheim oder Eckenheim fahren möchte, oder auch andersherum, der muss eben zusehen, wie er das hinkriegt. (Ein Tip: Autobahnanschluss Frankfurt Eckenheim Richtung Kassel und bei Abfahrt Frankfurt Nieder-Eschbach wieder raus. Wer nicht Autobahn fahren mag oder darf, könnte es über den Berkersheimer Weg, Lachweg und Bonameser Straße auch schaffen, sofern dort nicht noch kurzfristig eine Baustelle oder Umleitung eingerichtet wird. Die DB ist bei Bedarf sicherlich gerne behilflich.

Während die Harheimer massiv von Einschränkungen der DB betroffen sind, hatten sie andererseits vergeblich auf hoffnungsvolle Nachrichten hinsichtlich der Zeit nach der Schließung des Bahnübergangs gewartet. Bei der Planung der Omegabrücke ist kein Fortschritt zu sehen, das Bauwerk ist offenbar auch noch gar nicht im Investitionsplan der nächsten Jahre verzeichnet. Bei der für absehbar längere Jahre benötigten Rampe und Brücke über die Schienen am Berkersheimer Bahnhof (die Experten und Politiker sprechen immer noch verharmlosend von „Zwischenlösung“) werden sich DB und Stadt absehbar über die Kosten und den planerischen Aufwand streiten, und der Magistrat verweist – wie schon von den Grünen Harheims lange Zeit befürchtet – auf die Unterführung der Straße „Im Wiesengarten“. Wir schlagen schon mal vor, zu der Wiedereröffnung der Unterführung im nächsten Jahr den jetzigen Verkehrsdezernenten Klaus Oesterling und den jetzigen OB Peter Feldmann, zu einem live im Fernsehen übertragenen Rennrad-Duell. Beide kümmern sich sonst auch öffentlichkeitswirksam um alle kleinen und großen  Probleme der Frankfurter. Sofern genügend Presse in der Nähe ist.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s