19.08.2020 Neuer Betriebshof für die VGF – auf die Felder am Pfingstberg? Wird Harheim ans U-Bahn-Netz angeschlossen?

U-Bahn

Auch die U-Bahnen müssen irgendwo gewartet und repariert werden.

Nein, es ist nicht der 1. April. Sonst hätte man diese Meldung vielleicht unter Aprilscherz abgehakt: Die VGF sucht nach einem Standort für einen neuen Stadtbahn-Betriebshof im Frankfurter Norden und will vier Standorte prüfen. Darunter ein altbekannter Kandidat für Wohnbebauung und einen neuen Stadtteil: die landwirtschaftlich genutzte zwischen Nieder-Eschbach, Nieder-Erlenbach und Harheim, im Volksmund auch unter „Pfingstberg“ bekannt. Diese Fläche war zuletzt vor etwa drei Jahren im Rennen um Wohnbebauung zur Erleichterung der Harheimer ausgeschieden und die Planung für einen neuen Stadtteil konzentrierte sich auf die „Josefstadt“ auf beiden Seiten der Autobahn A5. Aber so viel gerne als „ungenutzt“ bezeichnete Fläche weckt offenbar immer noch Begehrlichkeiten. Diesmal ist es die VGF, die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, eine Gesellschaft der Stadt Frankfurt am Main, die die landwirtschaftlich genutzte Grünfläche endlich sinnvoll nutzen will.

Pfingstberg

Hier am Pfingstberg ist ja genügend Platz für einen neuen Betriebshof.

Neben der Pfingstbergfläche sollen außerdem ein Areal an der Krebsmühle bei Weißkirchen, der alte Flugplatz Bonames und ein Areal zwischen Nieder-Eschbach und Ober-Eschbach geprüft werden. Die Flächen, die die VGF im Auge hat, sind fast alle landwirtschaftlich genutzt aber nicht unbedingt innerhalb der Landschaftsschutzzone. Allerdings steht das Areal des Flughafens Bonames teilweise unter Naturschutz. Und sollte sich die VGF für die Fläche am Pfingstberg entscheiden, müssten ein paar Kilometer U-Bahn-Schienen durch das Landschaftsschutzgebiet am Eschbach gelegt werden. Da könnten viele Umweltfans und Eigentümer der Streuobstwiesen wenig amused sein, wenn den Landschaftspflegern dort bis zum heutigen Tag zwar das Aufstellen eines Zaunes oder das Roden eines Ackers verboten ist, die VGF aber dagegen unbeeindruckt U-Bahn-Gleise planen kann und so tut, als wäre die Einholung einer Genehmigung reine Formsache.

Aber vielleicht kann sich die VGF das Wohlwollen der Harheimer und Nieder-Erlenbacher dadurch erkaufen, dass sie am neuen Betriebshof zusätzlich eine barrierefreie U-Bahn-Haltestelle für die U2 verspricht. Dann wären die Harheimer und Erlenbacher Einwohner nicht mehr auf die problematische S6 und die zickige und wenig bürgerfreundliche DB Netz AG angewiesen. Allerdings ist nach der Beschreibung und den Plänen darüber bis jetzt nicht nachgedacht worden.

Die Quelle für diese Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Frankfurter Nahverkehrsforums: hier

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