24.03.2021: Totalschaden Brustmuskeltrainer. Schluss mit Fitness

Wer rastet, der rostet….

Dass gerade der Seniorenfitnessparcours in der Riedhalsstraße gegenüber vom Sportgelände in Coronazeiten einen richtigen Besucherboom zu verzeichnen hat, hängt weniger mit Corona zusammen, sondern damit, dass Fitnessstudios und Kurse in den Sportvereinen dem Lockdown zum Opfer gefallen waren. Genau das, was älteren Menschen von Krankenkassen und Apothekermagazinen unaufhörlich eingeimpft wurde, dass sie sich besonders im Alter durch regelmäßige Leibesübungen ihre Beweglichkeit und körperliche Fitness erhalten können, das war jetzt plötzlich nicht mehr möglich. Allenfalls noch internetaffine Seniorinnen und Senioren nutzten vielerlei Webinare und Fitnessvideokonferenzen, aber – Hand aufs Herz – ist das vergleichbar mit gemeinsamem Schwitzen, Stöhnen und sich Quälen in der Gruppe Gleichgesinnter? Aber da gab es zum Glück für die Harheimer Seniorensportfitnessfans eben diesen wunderbaren Fitnessparcours an der frischen Luft. Aber was macht man mit Geräten, die defekt sind?

Reparieren. So lautet die naheliegende Antwort. Nachdem das defekte Gerät über Monate hinweg abgesperrt war und die Selbstheilungskräfte offenbar nicht wirken wollten, beantragte der Ortsbeirat im November, alles zu überprüfen und defekte Geräte wieder gangbar zu machen. Zusätzlich wurde noch eine Klimmzugstange oder Hängeleiter beantragt, an dem sich der Ortsbeirat finanziell beteiligen wollte.

Soweit, sogut. Wer aber gehofft hatte, bei den ersten warmen Tagen im Frühling wieder ein volles Trainingsprogramm absolvieren zu können, wird enttäuscht werden. Der defekte Brustmuskeltrainer, der kurz vor Reparaturantragstellung noch – hinter Gittern – seinen sechsten Geburtstag feiern konnte, muss ersetzt werden. Denn eine Reparatur ist nicht mehr möglich. Der Hersteller hatte aber kulanterweise ein neues Gerät angeboten. Für € 8.000,00. Da setzt dann bei manchem Senior und mancher Seniorin doch die Schnappatmung ein. € 8.000 für ein Fitness-Gerät? Klar. Das Ding ist solide und massiv gebaut. Dabei ist allerdings verwunderlich, weshalb es angesichts der Stabilität nach 6 Jahren Betriebszeit als Totalschaden verschrottet werden muss. Manche alte Dampflock schaffts bei guter Pflege locker auf das 10-fache der Zeit.

Brustmuskeltrainer voraussichtlich für lange Jahre hinter Gittern.

Und nun haben wir ein neues Problem an der Backe. Im vorläufigen Haushalt der Stadt Frankfurt stehen derzeit für ein neues Gerät keine Mittel zur Verfügung. Kurz: Ebbe in der Stadtkasse. Ob die sich in absehbarer Zeit wieder auffüllen wird? Die Wirtschaftsweisen schütteln da eher den Kopf. Daher wird der abgesperrte Brustmuskeltrainer vielleicht am Einfachsten zum Denkmal erklärt und mit dem Spruch verziert: Wer rastet, der rostet.

Nicht viel weiter ist übrigens die Idee mit der Klimmstange oder Hangelleiter gekommen. Deren Kosten würden sich auf etwa € 10.000 belaufen und dann müsste vor Montage noch ein geeigneter Fallschutzbereich hergestellt werden. Tatsächlich! Fitness und Gesundheit – sind Gold wert.


Fakten:
Stellungnahme des Magistrats vom 26.02.2021, ST560

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