13.09.2021:  Der Alte Kirchplatz soll schöner werden. Folge 28

Jakobusbrunnen am Alten Harheimer Kirchplatz

Der Alte Harheimer Kirchplatz soll schöner werden. Darüber waren sich alle Harheimer Ortsbeiräte schon immer weitgehend einig. Nur über das „Wie“ konnte man in den letzten Jahren doch auch erbittert und lange diskutieren. Gebracht hat´s bisher wenig bis gar nichts. Nun gibt es aber einen neuen vielversprechenden Anlauf. Und diesmal könnte der Wurf wirklich gelingen.

Die kurze Rückschau: Im Juni 2019 hatte das SPD-Team beantragt, dass die Bäume zurückgeschnitten oder ersetzt werden sollen. Geld dazu gäbe es aus dem Programm „Schöneres Frankfurt“. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits etliche der rund ein Dutzend Bäume abgestorben und hinterließen auf dem alten Harheimer Kirchplatz einen ziemlich traurigen Eindruck.

Beim Ortstermin drei Monate später berichteten jedoch die Fachleute aus dem Grünflächenamt, dass die Bäume an den ursprünglich geplanten Stellen fürs ordentliche Gedeihen mehr Platz brauchen und außerdem dort gar nicht eingesetzt werden können, weil darunter Versorgungskabel und Leitungen verlaufen. Ratlosigkeit. Die Leitungen waren doch vorher nie ein Problem!

Alter Harheimer Kirchplatz mit Bäumen

Das schwarze Team war derweil auch nicht untätig und forderte zunächst, die Figur des heiligen Jakobus auf dem Jakobusbrunnen bei Dunkelheit zu beleuchten. Das wurde aber vom Magistrat abgelehnt. Dann legt das schwarze Team nach und beantragt nicht nur, trotz Leitungen im Untergrund wieder Bäume in die vorgesehenen Stellen zu setzen, sondern auch die Reinigung des Alten Kirchplatzes inklusive Brunnen, Apostelfigur und Kirchengrundriss, ferner die Renovierung des Brunnens und die Wiederinstandsetzung der Brunnentechnik, denn aus dem Brunnen spritzte aus technischen Gründen schon seit Monaten kein einziges Tröpfchen Wasser. Das ganz große Paket also.

Nun aber brechen so kurz vor einer Kommunalwahl Diskussionen aus. Die Einen meinen, der Platz sieht nach toter Steinwüste aus und müsse neu geplant und wiederbelebt werden, andere wiederum verweisen auf den ursprünglichen Plan aus den 80er Jahren und treten dafür ein, den Platz genauso wiederherzustellen, wie ursprünglich geplant und ihn dann am besten unter Denkmalschutz zu stellen.

Im Juni 2021 nun legt das grüne Team das Thema Alter Harheimer Kirchplatz neu auf und möchte im ersten Schritt zunächst einmal nur, dass die Metallbänke umgesetzt werden, so dass sie sich gegenüber stehen und nicht nebeneinander, weil das nach Ansicht des grünen Teams die Gesprächs- und Kommunikationsneigung der dort verweilenden Bürger*innen fördern würde.

Alter Harheimer Kirchplatz

Diesmal bleibt eine Neuauflage der schwierigen Diskussionen aus. Die Stadtteilpolitiker einigen sich friedlich auf einen Ortstermin mit Vertretern des Amtes für Straßenbau und des Grünflächenamtes und mit deren Rat und Vorschlägen löst sich der gordische Knoten nahezu von alleine. Neue Bäume werden in größeren Pflanzbeeten eingesetzt, damit der Platz mehr Schatten bekommt. Die Sitzbänke werden umgestellt, so wie der Ortsbeirat es wünscht. Nur mit dem Brunnen gibt es weiterhin ein Problem, auch wenn der Harheimer Kulturverein für dessen Wiederherstellung finanzielle Mittel anbietet. Denn für den Brunnen ist weder das Grünflächenamt noch das Amt für Straßenbau und Erschließung zuständig. Da muss das Denkmalamt ran. Der Heilige Jakobus muss da noch etwas Geduld haben.

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