29.10.2021 Starkregengefahrenkarten: Wo in Harheim Hochwasser droht.

So sieht das in Harheim aus

Seit wenigen Tagen ist sie öffentlich: Frankfurts erste Starkregengefahrenkarte. Wer im Internet auf der flächendeckenden Übersicht virtuell spazieren geht, kann sehen, wo beim nächsten Starkregenereignis eventuell mit Hochwasser und Überschwemmungen zu rechnen ist. Auch für Harheim zeigen sich dabei gefährdete Stellen. Dass solche Extremwetterereignisse in Zukunft aufgrund des Klimawandels zunehmen werden, ist unter Experten unstrittig. Was bringen diese Karten nun? Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) weist darauf hin, dass diese Starkregenkarten nicht die Lösung der Probleme seien, aber der Weg zur Lösung. Peter Dommermuth, Leiter des Frankfurter Umweltamts, drückt das so aus: „Wir haben jetzt die erste flächendeckende Übersicht, wo sich Starkregenereignisse ergeben.“

Ganz überraschend sind diese Ergebnisse allerdings auch nicht. Dass in Harheim in den letzten 20 Jahren entlang des Eschbachs schon mehrfach die Fluten bei Jahrhunderthochwassern über die Ufer getreten sind und etliche Keller oder gar ganze Häuser unter Wasser gesetzt haben, ist noch gut bei den Betroffenen in Erinnerung. Und zur Beruhigung der Bewohner*innen der nahe am Eschbachwasser gebauten Häusern trägt die Auskunft aus dem Verkehrsdezernat auch nicht gerade bei, dass „… Das Kanalnetz und die Sinkkästen der Straßenentwässerung sowie die Fallrohre der Gebäude … für außergewöhnliche oder extreme Starkregen nicht ausgelegt [sind]….“

Normal bleibt der Eschbach bei Regen im Bett….

Immerhin können sich Bürger*innen mit den Starkregengefahrenkarten nun informieren, ob für Ihre Liegenschaft vielleicht weitergehende prophylaktische Hochwasserschutzmaßnahmen oder eine entsprechende Elementarschaden-Versicherung angeraten sein könnte.

Erst am Montag hatte der Harheimer Ortsbeirat – weit in die Zukunft blickend – einstimmig eine Renaturierung des Eschbachs gefordert. Naturbelassene Überschwemmungsgebiete am Eschbach können z.B. als Rückhaltefläche die Hochwassergefahr bei Starkregen zu senken. Viele aktive Umweltschützer wie z.B. auch der NABU Nieder-Eschbach unterstützen diese Renaturierungspläne, sind sie doch möglicherweise die effektivste Lösung des Problems. Allerdings: je schneller mit solchen Renaturierungen begonnen wird, desto eher stellt sich der gewünschte positive Effekt ein. Schneller als der Ausbau des Abwasser-Kanalnetzes wird die Renaturierung auf jeden Fall sein. Billiger zudem.


Starkregengefahrenkarten
finden Sie im Internet unter geoportal.frankfurt.de/starkregen

Weitere Informationen zu Starkregen finden Sie hier:
www.frankfurt.de/starkregen

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